MAC-Adressen vergessen
Zu meinen Aufgaben gehört es, mobile Datenerfassungsgeräte zu warten, die unter Embedded Linux laufen. Diese Geräte schließe ich über ein Cross-Link-Ethernet-Kabel an meinen Windows-PC an und kommuniziere per Telnet - so weit, so gut. Nun gibt es aber mehrere solcher Geräte, die leider alle mit derselben IP-Adresse konfiguriert sind. Dadurch ergibt sich das Problem, dass ich zunächst keine Verbindung bekomme, wenn ich ein Gerät ab- und das nächste anstöpsele. Das Problem behebt sich von selbst, wenn ich etwa fünf Minuten warte. Fällt Ihnen eine Möglichkeit ein, wie ich diese Zwangspause umgehen kann?
- Björn Hansen
Zu meinen Aufgaben gehört es, mobile Datenerfassungsgeräte zu warten, die unter Embedded Linux laufen. Diese Geräte schließe ich über ein Cross-Link-Ethernet-Kabel an meinen Windows-PC an und kommuniziere per Telnet - so weit, so gut. Nun gibt es aber mehrere solcher Geräte, die leider alle mit derselben IP-Adresse konfiguriert sind. Dadurch ergibt sich das Problem, dass ich zunächst keine Verbindung bekomme, wenn ich ein Gerät ab- und das nächste anstöpsele. Das Problem behebt sich von selbst, wenn ich etwa fünf Minuten warte. Fällt Ihnen eine Möglichkeit ein, wie ich diese Zwangspause umgehen kann?
Auf unterster Ebene kommunizieren Ihr Rechner und das Datenerfassungsgerät nicht über IP-Adressen, sondern über die physikalischen, so genannten MAC-Adressen der beteiligten Netzwerkkarten. Um die Zuordnung zwischen MAC- und IP-Adressen kümmert sich das „Address Resolution Protocol“ (ARP). Damit diese Zuordnung nicht für jedes Datenpaket neu berechnet werden muss, bewahrt der ARP-Cache des Host-Rechners sie eine Zeit lang auf. Wenn Sie nun ein anderes Gerät mit derselben IP-, aber einer anderen MAC-Adresse an Ihren Rechner anschließen, geht ein erneuter Verbindungsaufbau so lange schief, bis der ARP-Cache den entsprechenden Eintrag verworfen hat.
Zum Bearbeiten der vom ARP verwalteten Tabellen gibt es unter allen gängigen Betriebssystemen ein Kommandozeilenprogramm namens arp. Unter Windows löscht beispielsweise der Befehl
arp -d 192.168.0.42
den für die angegebene IP-Adresse zuständigen Eintrag aus dem ARP-Cache und sorgt so dafür, dass die Zuordnung neu abgefragt wird. (je) (ha)