Fakultätentag verlangt mehr Informatik-Professoren
Der Fakultätentag Informatik der Hochschulen in Deutschland fordert die Einrichtung von mindesten 500 zusätzlichen Professorenstellen.
Der Fakultätentag Informatik der Hochschulen in Deutschland fordert die Einrichtung von mindestens 500 zusätzlichen Professorenstellen. Der Zusammenschluß von Fakultäten und Fachbereichen, die Diplom-Informatiker ausbilden, empfiehlt seinen Mitgliedern auch, gegebenfalls Numerus-Clausus Regelungen einzuführen oder keine neuen Studierenden mehr aufzunehmen. Die Fakultät für Informatik der Universität Magdeburg ist heute Gastgeber für die 52. Plenarsitzung des Fakultätentages Informatik.
Es sei "außerordentlich zu begrüßen", dass sich die Zahl der Studienanfänger und Studienanfängerinnen in Informatik und eng verwandten Studiengängen in den letzten fünf Jahren von rund 4000 auf über 15.500 im Jahre 2000 etwa vervierfacht habe, hieß es in einer heute in Magdeburg beschlossenen Erklärung. Politik und Hochschulen würden auf diesen Zuwachs jedoch "kaum beziehungsweise mit völlig unzureichenden Maßnahmen" reagieren: "Die Situation der weit überlasteten Informatikfakultäten ist alarmierend, die verzögernde Haltung von Politik und Hochschulen ist nicht nachvollziehbar". Der Fakultätentag Informatik fordert deshalb die Schaffung oder Umwidmung von mindestens 500 neuen Professuren zusammen mit Stellen für das Folgepersonal und der notwendigen Ausstattung und Infrastruktur. Hochschulen, an denen ein angemessener Ausbau nicht erfolge, sollten einen örtlichen Numerus Clausus für ihre Informatik-Studiengänge beantragen. Diejenigen Universitäten, an denen die Überlast schon jetzt kaum noch eine geordnete Ausbildung zulässt, sollten prüfen, ob sie im kommenden Jahr überhaupt Studierende aufnehmen können. (wst)