Facebook will Medien besser vor Überschriftenmanipulation schützen
In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Fälle gegeben, in denen gefälschte Medienberichte auf Facebook für Aufregung gesorgt hatten. Dem will das Netzwerk nun einen Riegel vorschieben und die Manipulation zumindest erschweren.
(Bild: dpa, Armin Weigel)
Facebook will das Manipulieren von Überschriften bei journalistischen Texten in dem sozialen Netzwerk erschweren. Eine Funktion, die das möglich macht, solle geändert werden, sagte eine Facebook-Sprecherin gegenüber Spiegel online. Das Ziel sei, dabei zu helfen, dass Medieninhalte nicht verfälscht würden. Zuletzt war es mehrfach vorgekommen, dass Betreiber bestimmter Seiten Überschriften von Artikeln vor dem Posten der Texte eigenmächtig und sinnentstellend geändert hatten, zum Teil mit ausländerfeindlichem Duktus.
Der Möglichkeit, Überschriften auch fremder Seiten vergleichsweise leicht zu manipulieren, soll nun ein Riegel vorgeschoben werden. "Wir arbeiten daran, dass künftig nur noch die Fanpages der Medienhäuser ihre eigenen Links editieren können", kündigte Facebook an. Wann es so weit sein wird, ist noch nicht bekannt.
Einfach falsch informieren
"Die Überschriftenmanipulation ist nur eine von vielen Möglichkeiten, im Netz zu fälschen und zu desinformieren, Hass oder Angst zu schüren. Sie ist aber die einfachste", so die Nachrichtenseite. "Jeder Nutzer, der eine Seite betreibt oder eine Community managt, kann mit einem einfach Klick auf die Überschrift diese ändern." Facebook war am Donnerstag zunächst nicht zu erreichen. (mho)