InCD zum Schreiben bewegen

Seit dem Update von Windows 2000 auf Windows XP funktioniert InCD 4 nicht mehr: Es erscheint immer dieselbe Meldung: „Fehler beim Schreiben“. Der Ahead-Support rät mir mittlerweile, das System neu zu installieren - gibt es keinen besseren Weg?

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Von
  • Gerald Himmelein

Seit dem Update von Windows 2000 auf Windows XP funktioniert InCD 4 nicht mehr: Es erscheint immer dieselbe Meldung: „Fehler beim Schreiben“. Der Ahead-Support rät mir mittlerweile, das System neu zu installieren - gibt es keinen besseren Weg?

Meist liegt das Problem in einem Gerätetreiber, der noch von der Windows-2000-Installation stammt, unter XP aber nur noch als Leiche im System hängt. Besonders heikel haben sich dabei virtuelle CD/DVD-Laufwerke erwiesen - wie das Virtual CloneDrive älterer CloneCD-4-Versionen oder auch die Daemon Tools.

Zwar verläuft ein Update von Windows 2000 auf XP meist glimpflicher als ein Upgrade von Windows 98 oder ME, birgt aber dennoch seine Tücken. Vor dem Umstieg sollte man alle Anwendungen deinstallieren, die sich mit Gerätetreibern im System verewigen - also insbesondere Brennprogramme, Laufwerksemulatoren und ähnliche Anwendungen. Mit der einfachen Deinstallation über „Systemsteuerung/Software“ ist es dabei oft nicht getan. Ahead bietet mehrere Säuberungswerkzeuge an (siehe Soft-Link), die die Registry von übrig gebliebenen Verweisen und Dateien befreien.

Das reicht aber nicht immer, um InCD wieder zum Schreiben zu bewegen. So verschwindet beispielsweise das Virtual CloneDrive nach einem Update auf XP, obwohl die Treiber weiterhin im System hängen. Die Deinstallation entfernt nicht alle Einträge in der Registrierungsdatenbank. So gilt es, den Treiber ElbyVCD.sys im Geräte-Manager zu deinstallieren - der Treiber findet sich als „Nicht-PnP-Treiber“. Dazu muss im Geräte-Manager „Ansicht/Ausgeblendete Geräte anzeigen“ aktiv sein. Danach sucht man in der Registry nach der Zeichenfolge „elby“ und löscht die verwaisten Einträge - insbesondere alle Verweise auf „ElbyCDIO“. Wer will, kann die Entfernung mit einem halbautomatischen Registry-Cleaner beschleunigen. Zusätzlich sollte man die Treiberdateien (elbyvcd.sys, elbycdio.*) vom System löschen oder umbenennen.

Zur sauberen Entfernung der Daemon Tools gibt es im Support-Forum der Entwickler einen eigenen Thread mit Anleitungen für die einzelnen Versionen des Programms (www.daemon-tools.cc). Nach erfolgter Säuberung sollte man die aktuelle Version von InCD neu installieren: Jetzt kann der InCD-Treiber meist wieder ungehindert auf den Brenner zugreifen. (ghi)

(ghi)