UMTS-Pläne der Deutschen Telekom in Schweden

Heute stellte die Deutsche Telekom ihre Pläne vor, wie sie zusammen mit ihren Partnern in Schweden ein UMTS-Netz aufbauen will.

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Von
  • Christian Rabanus

Bis letzten Freitag, 15:00 Uhr mussten alle Unternehmen und Konsortien, die an einer schwedischen UMTS-Lizenez Interesse gezeigt haben, ihre Bewerbungsunterlagen beim schwedischen Amt für Post und Telekommunikation (PTS) abgegeben haben. Auch die Deutsche Telekom gehörte erwartungsgemäß zu den Kandidaten. Zusammen mit dem schwedischen Energieversorger ABB und der schwedischen Festnetzgesellschaft Utfors hat sie das Konsortium Mobility4Sweden gebildet. Unter den anderen neun Bewerbern befinden sich die drei momentan aktiven Mobilfunkbetreiber Schwedens, nämlich Telia, Netcom und Europolitan, ein Tochterunternehmen der britischen Mobilfunkgesellschaft Vodafone, sowie Konsortien, in denen Hutchison Whampoa, France Telecom, Sonera und Telefonica den Ton angeben.

An dem Joint-Venture mit deutscher Beteiligung hält ABB 26 Prozent der Anteile, Utfors 29 Prozent und T-Mobil, die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, 45 Prozent. Mobility4Sweden stellte heute sein Konzept für den Aufbau einer Mobilfunkinfrastruktur und den Betrieb eines Mobilfunknetztes in Schweden vor.

Das Gemeinschaftsunternehmen bewirbt sich sowohl um eine UMTS- wie um eine GSM-Lizenz. Es verpflichtet sich für den Fall des Erhalts der Lizenzen, am 1. April 2001 den Betrieb eines GSM-Netzes und am 1. Januar 2002 den Betrieb eines UMTS-Netzes in Schweden aufzunehmen. Um diese Termin halten zu können, hat Mobility4Sweden eine Zusammenarbeit mit Ericsson vereinbart: Ericsson verpflichtet sich, die Technik für den Betrieb der Netze und die benötigten Endgeräte zu liefern. Nach einer entsprechenden Anlaufphase will Mobility4Sweden eine nahezu 100-prozentige Netzabdeckung der schwedischen Bevölkerung erreichen. In der Aufbauphase will das Konsortium rund 1000 Mitarbeiter beschäftigen. Das Finanzierungskonzept wurde mit der Chase Manhattan Bank abgestimmt. Bis zum Ende des Jahres 2010 erwarten die Mitglieder des Konsortiums, dass rund zwei Millionen Kunden ihr Netz nutzen.

Die PTS kündigte an, in einem ersten Schritt die Bewerber hinsichtlich ihrer technischen und unternehmerischen Kompetenzen unter die Lupe zu nehmen, um in einem zweiten Schritt die Pläne der Bewerber zum Aufbau eines UMTS-Netzes in Schweden zu beurteilen. Auf dieser Grundlage will sie im Laufe des Novembers vier UMTS-Lizenzen und bis zu zwei GSM-Lizenzen vergeben. Besonderes Augenmerk wird die schwedische Behörde nach eigener Aussage auf die Schnelligkeit des Netzaufbaus und den Grad der Netzabdeckung legen. (chr)