DataStax veröffentlicht Graphendatenbank
Die Firma erweitert ihr kommerzielles Apache-Cassandra-Angebot um die skalierbare Graphendatenbank DataStax Enterprise. Basis ist die ein Jahr zuvor ĂĽbernommene Firma Aurelius, die hinter Titan steht.
DataStax hat mit DataStax Enterprise (DSE) die wohl bekannteste kommerzielle Version der NoSQL-Datenbank Cassandra im Angebot. Mit der Übernahme von Aurelius im Jahr 2015 kaufte das Unternehmen eine Graphendatenbank und veröffentlicht nun als Ergebnis DataStax Enterpise Graph. Sie setzt auf den Kern von Cassandra und erweitert ihn um das Modell der Graphendatenbank.
Anders als bei NoSQL- und SQL-Datenbanken besteht dabei die Struktur aus Knoten und Kanten. Die Art der Sicht eignet sich besonders gut zur Darstellung von Korrelationen beispielsweise in sozialen Netzen, bei hierarchischen IoT-Verbindungen und zum Erkennen von Betrugsmustern. Statt über herkömmliche Queries Verbindungen zu suchen, spiegeln die Kanten die Relationen zwischen den Knoten wider, die über Eigenschaften genauer klassifiziert werden.
DataStax Enterprise Graph setzt auf bekannte Techniken. Dazu gehört der Apache TinkerPop und die darin enthaltene Abfragesprache Gremlin. Dass sich das Design an der Open-Source-Datenbank Titan orientiert, überrascht wenig, da Aurelius wesentlich hinter dessen Entwicklung stand und eine kommerzielle Variante vertrieben hatte. Im Kern setzt DSE Graph auf Apache Cassandra, die sie als persistenten Datenspeicher verwendet.
Letzteres soll die Skalierbarkeit und Hochverfügbarkeit sicherstellen. Die Daten werden automatisch verteilt ohne Single Point of Failure gespeichert. Die Nutzer können auf dieselben Such- und Analysefunktionen zugreifen wie in DataStax Enterprise. Durch den Mulitmodellansatz können sie zudem dieselben Daten als Graph, Tabelle oder Key-Value-Paare verarbeiten.
(rme)