LAN zu lahm

In meinem lokalen Netzwerk laufen die Übertragungen zwischen einigen Rechnern deutlich langsamer als bei allen anderen. An der Hardware liegt es nicht, manchmal läuft sogar die Übertragung zwischen zwei PCs in der einen Richtung normal, in der anderen langsam. Was kann das sein?

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Von
  • Björn Hansen

In meinem lokalen Netzwerk laufen die Übertragungen zwischen einigen Rechnern deutlich langsamer als bei allen anderen. An der Hardware liegt es nicht, manchmal läuft sogar die Übertragung zwischen zwei PCs in der einen Richtung normal, in der anderen langsam. Was kann das sein?

Möglicherweise ist der Wert für das TCP Receive Window zu klein. Dieser Puffer bestimmt, nach wie vielen Paketen einer Netzwerkübertragung der Sender das erste Mal auf eine Empfangsbestätigung wartet. Je kleiner der Puffer ist, desto häufiger verzögert sich die Datenübertragung. Größere Puffer sind von Nachteil, wenn häufiger Pakete zwischen Sender und Empfänger verloren gehen oder die Leitung zusammenbricht - beides sollte in lokalen Netzwerken nicht oder nur sehr selten vorkommen.

Am Anfang einer TCP-Verbindung einigen sich Sender und Empfänger über die Größe des Puffers und erweitern ihn im Laufe der Übertragung automatisch. Bei kurzen Transfers und Verbindungen mit vergleichsweise hoher Latenz wie WLANs lohnt sich daher ein möglichst großzügiger Anfangswert. Diesen kann man beispielsweise mit den Freeware-Tools XP RegTune (dort heißt er „RWIN“) oder Dr. TCP (siehe Soft-Link) setzen. XP RegTune empfiehlt je nach Hardware Werte um 32 768 Bytes. Die neuen Einstellungen sind nach einem Neustart von Windows oder dem Deaktivieren und Aktivieren der Netzwerkverbindung aktiv. Oftmals hört man den Tipp, die Puffergröße nur auf das Vielfache der Paketgröße (MTU, Maximum Transfer Unit) zu setzen, doch das scheint nicht unbedingt nötig zu sein. (Kai Schaeffer/je)

(ha)