Größe des Grafikspeichers
Ich bin an einem Notebook mit sehr hoher Display-Auflösung interessiert. Es wird mit einem Grafikchip mit nur 64 MByte Speicher angeboten. Für welche Auflösungen reicht das?
Ich bin an einem Notebook mit sehr hoher Display-Auflösung interessiert. Es wird mit einem Grafikchip mit nur 64 MByte Speicher angeboten. Für welche Auflösungen reicht das?
Der für eine Display-Auflösung benötigte Bildspeicher errechnet sich als Zeilen x Spalten x Farbtiefe (in Bits)/8. Die höchstauflösenden Notebook-Displays zeigen derzeit 1600 x 1200 oder 1920 x 1200 Punkte an, sie benötigen also bei 32 Bit Farbtiefe 7,68 Millionen beziehungsweise 9,216 Millionen Bytes.
Falls Sie einen externen Monitor als erweiterten Desktop anschließen wollen, müssen Sie dessen gewünschte Auflösung ebenso dazurechnen. Die Notebook-Grafikchips unterstützen maximal 2048 x 1536 Punkte (also 12 MByte), sodass schon eine Grafikkarte mit 32 MByte Speicher genügend Luft bietet und selbst die 16-MByte-Modelle für alle normalen Anwendungen ausreichen.
Den zusätzlichen Speicher nutzt der Grafikchip nur für 3D-Anwendungen wie Spiele und einige CAD-Programme, die dort Texturen, Vertex Buffer, Tabellen und Ähnliches speichern. Etwas ältere Spiele sind derzeit auf 32 bis 64 MByte Grafikspeicher optimiert, neuere Titel auf 64 bis 128 MByte. Ambitionierte Spieler sollten beachten, dass die modernen Grafikchips nur bei maximaler Speicherausstattung mit voller Geschwindigkeit laufen. Optimal sind beispielsweise beim ATI Mobility Radeon 9700 128 MByte, beim 9600 und 9200/9000 64 MByte.
Für DVD-Wiedergabe, DivX und Ähnliches spielt der Grafikspeicher keine Rolle. Wer sein Notebook häufig mit rechenintensiven Multimedia-Anwendungen wie Videoschnitt beschäftigt, sollte allerdings darauf achten, eines mit separatem Grafikchip zu kaufen und auf Chipsätze mit integrierter Grafik zu verzichten. (jow) (jow)