Neue Auflösungen am Notebook
Ich habe mir einen Beamer mit 1280 x 720 Punkten Auflösung gekauft, doch mein Notebook kennt diese Auflösung nicht. Was kann ich tun?
Ich habe mir einen Beamer mit 1280 x 720 Punkten Auflösung gekauft, doch mein Notebook kennt diese Auflösung nicht. Was kann ich tun?
Schauen Sie beim Notebook-Hersteller nach den neuesten Treiber-Updates für den Grafikchip. Wenn auch dieser Treiber die gewünschte Auflösung nicht unterstützt, wirds kompliziert:
Falls im Notebook ein Chipsatz von Intel, VIA oder SiS mit integrierter Grafik steckt (z. B. der i855GM/GME des Centrino-Pakets), finden Sie die Treiber beim Chipsatzhersteller (siehe Soft-Link). Bei den Grafikchips von ATI und Nvidia bleibt die Treibersuche beim Chiphersteller jedoch ergebnislos, weil deren Standardtreiber nur mit den Desktop-Chips zusammenarbeiten. Eine Lösung ist, die Treiber von anderen Notebooks mit dem gleichen Grafikchip auszuprobieren, doch findet man dabei nicht notwendigerweise einen neueren Treiber.
Mit einem eigentlich recht einfachen Trick lassen sich die Standardtreiber jedoch auch auf den Mobilchips installieren: Man muss dem Treiber nur eine geänderte INF-Datei unterschieben, die den Mobilchip als gültige Hardware ausweist. Allerdings reicht es nicht aus, die INF-Datei des offiziellen Notebook-Treibers weiter zu verwenden, weil neuere Treiberversionen zusätzliche Angaben in der INF-Datei erwarten. Glücklicherweise haben sich einige Internet-Seiten dieser Problematik angenommen. Auf www.laptopvideo2go.com findet man eine passende INF-Datei, damit Nvidias Standardtreiber die Notebook-Chips erkennt. Ein entsprechendes Tool für ATI ist Patje’s Mobility Modding. Omegadrivers.net bietet sogar fertig gepatchte Treiberversionen für ATI- und Nvidia-Chips an (siehe jeweils Soft-Link).
Die gepatchten Treiber zeigen allerdings bei einigen Notebooks Fehlfunktionen. So funktioniert manchmal der TV-Ausgang nicht mehr richtig, oder nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand bleibt das interne Display schwarz und zeigt erst nach dem Drücken der Fn-Taste zum Umschalten zwischen Display und VGA-Monitor wieder ein Bild. Hin und wieder funktionieren auch die internen Displays nicht mehr in voller Auflösung. Bei einigen Chips mit abgespecktem Bildspeicher (wie der Radeon 9000 mit 32 MByte) sollen 3D-Spiele deutlich langsamer laufen als mit den Notebook-Treibern. Weiterhin schalten die Treiber manchmal einen zu hohen Grafikchiptakt ein, was erhöhte Lüftergeräusche, Abstürze oder gar Defekte nach sich ziehen kann. Wer das beobachtet, sollte den Takt herunterschrauben - das wiederum erlauben die gepatchten Treiber. (jow)
(jow)