Schnellen Pentium M einbauen

Laut Hersteller kann ich in mein Notebook nur Pentium-M-Prozessoren mit maximal 1,7 GHz einbauen. Kann ich trotzdem eine 2-GHz-Version einsetzen?

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Laut Hersteller kann ich in mein Notebook nur Pentium-M-Prozessoren mit maximal 1,7 GHz einbauen. Kann ich trotzdem eine 2-GHz-Version einsetzen?

Vermutlich funktionieren die schnelleren Versionen des Pentium M nicht. Der Hersteller hat wahrscheinlich sogar untertrieben, denn auch von den langsameren Versionen des Pentium M werden wohl diejenigen mit Dothan-Kern den Dienst verweigern.

Intel hat den Pentium M bisher mit zwei Kernen verkauft, Banias und Dothan. Der Banias hat 1 MByte L2-Cache und ist mit maximal 1,7 GHz verfügbar. Er läuft in allen Pentium-M-/Centrino-Notebooks. Der neuere Dothan-Kern hat 2 MByte L2-Cache und ist von 1,5 bis 2,1 GHz erhältlich (Bezeichnungen 715, 725, 735, 745, 755 und 765). Er läuft nur in Notebooks mit passendem BIOS und neuen Revisionen des i855PM- und i855GM-Chipsatzes.

Beim i855PM lässt sich die Chipsatz-Revision unter dem Service Pack 2 von Windows XP recht einfach herausfinden: Klicken Sie im Gerätemanager unter dem Punkt System auf den Eintrag „82855PM Processor To I/O Bridge - 3340“. Im sich öffnenden Fenster gehen Sie auf den Reiter „Details“. Dort im Eintrag „Geräteinstanzerkennung“ stehen die PCI-Informationen, darin „&REV_03\“ oder „&REV_21\“. Die 03 weist auf die Chipsatz-Revision A3 hin, die nur den Banias-Kern unterstützt. Erst die Revision B1 (21) erkennt den Dothan-Kern. Ohne SP2 fehlt dieser Detail-Reiter, doch Windows XP zeigt ihn an, falls eine Umgebungsvariable gesetzt ist; öffnen Sie dazu eine Eingabeaufforderung und geben Sie ein:

set DEVMGR_SHOW_DETAILS=1
devmgmt.msc

In einigen Modellen von Notebooks wie dem IBM R51 soll laut Hersteller schon die Revision B1 stecken, obwohl laut einiger Leser ein Chipsatz mit der Revisionsnummer 03 eingebaut ist. Ob diese angeblich spezielle Chipsatz-Version den Dothan-Kern unterstützt, ist unklar.

Der nur Banias-geeignete i855GM lässt sich allerdings nicht vom Dothan-fähigen i855GME unterscheiden. Allenfalls bei den Notebooks mit separatem Grafikchip kann man sicher sein, den i855GME zu haben, weil der GM kein AGP-Interface hat.

Im Zweifel muss man sich auf die Angaben des Herstellers verlassen oder setzt nur Banias-Prozessoren ein. (jow) (jow)