Frequenzgang bei SPDIF

Wenn ich ein Notebook oder einen PC per SPDIF an die HiFi-Anlage anschließe, spielt doch die in Ihren Tests angegebene Qualität des analogen Audiosignals keine Rolle, oder?

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Wenn ich ein Notebook oder einen PC per SPDIF an die HiFi-Anlage anschließe, spielt doch die in Ihren Tests angegebene Qualität des analogen Audiosignals keine Rolle, oder?

Die schlechte Audioqualität entsteht bei der Analogwandlung im Audiochip oder AC97-Codec. Kein uns bekanntes Gerät digitalisiert dieses Signal wieder, um SPDIF zu erzeugen, sondern alle leiten die sowieso vorhandenen digitalen Informationen schon vor der D/A-Wandlung direkt zum SPDIF-Ausgang.

Am Verstärker landet daher das unverfälschte digitale Signal, beispielsweise der DTS- oder Dolby-Digital-Strom von einem DVD-Video. Wie gut wiederum die D/A-Wandler in den HiFi-Verstärkern sind, ist allerdings eine andere Frage. Wenn aber das Ausgangsmaterial schon schlecht ist wie bei mit zu geringen Bitraten komprimierten MP3-Dateien, rettet auch die SPDIF-Übertragung nichts.

Bei der SPDIF-Verbindung treten allerdings andere Probleme auf: Zunächst muss der PC eine Sampling-Rate liefern, die der Verstärker annimmt, dann müssen die Stecker übereinstimmen. Die im PC beispielsweise von Spielen erzeugten Töne landen zudem meist nur als Stereosignal im Verstärker, nicht als 5.1-Ton. Siehe dazu c't 23/04, S. 232. (jow)