Kein DVB-T-Empfang unterm Fernsehturm
Da ich nur 600 m vom örtlichen Fernmeldeturm entfernt wohne, hätte ich erwartet, mittels DVB-T einen exzellenten Empfang zu bekommen. Doch das Gegenteil ist eingetreten: Mit der zu meinem Terratec-USB-Receiver mitgelieferten Stabantenne erscheint die Meldung „kein Signal“. Eine Aktiv-Antenne mit 22 dB Verstärkung lieferte zwar Empfang, aber das Bild erstarrte oft unregelmäßig, während der Ton weiterlief. Haben Sie dafür eine Erklärung?
- Peter Röbke-Doerr
Da ich nur 600 m vom örtlichen Fernmeldeturm entfernt wohne, hätte ich erwartet, mittels DVB-T einen exzellenten Empfang zu bekommen. Doch das Gegenteil ist eingetreten: Mit der zu meinem Terratec-USB-Receiver mitgelieferten Stabantenne erscheint die Meldung „kein Signal“. Eine Aktiv-Antenne mit 22 dB Verstärkung lieferte zwar Empfang, aber das Bild erstarrte oft unregelmäßig, während der Ton weiterlief. Haben Sie dafür eine Erklärung?
Es gibt zwei mögliche Ursachen: Entweder ist die Empfangsenergie so hoch, dass der Empfänger „zustopft“, das heißt übersteuert. Dabei treten dann die seltsamsten Erscheinungen auf, möglicherweise auch die von Ihnen beschriebenen. Es kann aber auch sein, dass die Bündelung der Funkwellen so gerichtet ist, dass die Strahl-Keule - man kann sie sich in etwa wie den Lichtkegel eines stark bündelnden Scheinwerfers vorstellen - erst in größerer Entfernung vom Turm auf den Erdboden trifft. Erkundigen Sie sich bei einem lokal tätigen Antennenbaubetrieb, ob die Effekte bekannt sind. Unter Umständen muss die zuständige Fernmeldebehörde für Abhilfe sorgen. Dies kann man aber nur mit einem Gutachten eines Fachbetriebs klären.
Als die Fernsehsender in Hannover vom zentralen Turm in der Innenstadt auf den neuen am Stadtrand umgezogen sind, trat der gleiche Effekt auf: Im Umkreis von gut einem Kilometer um den Turm herum war kaum ein Empfang möglich. Erst kostspielig mit Hubschraubern angefertigte Strahlungsdiagramme zwangen die Planer schließlich zu zusätzlichen Antennen für den Nahbereich. (roe)