Britische Regierung: Kein DrohnenzusammenstoĂź am Flughafen Heathrow
Was kollidierte da vor kurzem am Flughafen Heathrow mit einem Verkehrsflugzeug? Der Pilot will eine Drohne gesehen haben – einen Beleg gebe es dafür aber nicht, sagte nun die britische Regierung.
Bei dem unbekannten Objekt, dass am 17. April in Großbritannien mit einem Verkehrsflugzeug zusammenstieß, soll es sich laut Experten wohl nicht um eine Drohne gehandelt haben. Das teilte ein Staatssekretär des Verkehrsministeriums dem britischen Parlament mit, wie der Guardian berichtet. Die Untersuchung des Vorfalls durch den Air Accidents Investigation Branch (AIIB) wurde demnach mangels Belegen wieder eingestellt.
Ein Sprecher des AIIB erklärte dem Bericht zufolge, dass mit den vorliegenden Informationen nicht zu ermitteln gewesen wäre, welches Objekt nun gegen das Flugzeug gestoßen sei. Eine weiträumige Suche der Polizei nach eventuellen Trümmer nahe der Stelle des Zusammenstoßes habe auch nichts ergeben.
Ein Pilot von British Airways hatte berichtet, seine Maschine sei beim Landeanflug auf den Londoner Flughafen Heathrow am Sonntag mit einer Drohne zusammengestoßen. Der Airbus A320 mit 137 Menschen an Bord konnte sicher gelandet werden und wurde nach einer Überprüfung für den nächsten Flug freigegeben. Der Zusammenstoß soll bei einer Flughöhe von 1700 Fuß (rund 518 Meter) passiert sein.
Vielleicht doch nur eine PlastiktĂĽte?
Bereits vergangene Woche hatte Verkehrsminister Robert Goodwill betont, dass eine Drohnenbeteiligung nicht bestätigt werden konnte, wie der Telegraph schrieb. Es habe genauso gut eine Plastiktüte sein können, das Flugzeug habe nach der Landung keine erkennbaren Schäden gehabt. Ein Pilot hätte bei so einem Flug im Regelfall auch genug andere Dinge, auf die er sich konzentrieren müsste – man könne also nicht sicher sein, was er tatsächlich gesehen habe. Gegenüber lautgewordenen Forderungen nach strikteren Regeln gab sich der Minister skeptisch.
Allerdings prüft sein Ministerium dem Guardian nach ein verpflichtendes Register für Drohnenbesitzer nach dem Vorbild der USA. Auch spreche man mit Herstellern über Geofencing – also die Voreinstellung von Flugverbotszonen in der Software der Drohnen. (axk)