Kaputte E-Mail-Adressen
Ich habe ein Skript geschrieben, das auf eingehende E-Mails antwortet. Seit einiger Zeit kommen die Antworten auf einige E-Mails nicht mehr an. Recherchen haben ergeben, dass die Antwortmails durchaus verschickt wurden - aber an sehr seltsame Adressen. Die haben die Form
Ich habe ein Skript geschrieben, das auf eingehende E-Mails antwortet. Seit einiger Zeit kommen die Antworten auf einige E-Mails nicht mehr an. Recherchen haben ergeben, dass die Antwortmails durchaus verschickt wurden - aber an sehr seltsame Adressen. Die haben die Form
SRS0=X6Zy=RG=externedomain.de=
mail@srs.kundenserver.de
<mailto:SRS0=X6Zy=RG=externedomain.de=
mail@srs.kundenserver.de>.
Dabei war die ursprĂĽngliche Absenderadresse
mail@externedomain.de
<mailto:mail@externedomain.de>.
Wie kommen diese verhunzten Adressen zustande und wie kann ich dafür sorgen, dass mein Skript wieder zuverlässig arbeitet?
Die Adressen wurden von 1&1 beziehungweise Schlund+Partner nach dem Sender Rewriting Scheme (kurz SRS) umgeschrieben, das einige Probleme des Sender Policy Framework (SPF) ausbügeln soll. SPF soll Spammern das Leben schwerer machen, indem es das beliebige Fälschen von Absenderadressen verhindert.
Kurz gesagt akzeptiert ein Mail-Server mit SPF Mails mit einer bestimmten Absenderadresse nur von dem Server, der für diese Mail-Domain zuständig ist, beispielsweise mailhost.heise.de für heise.de. Wenn aber ein Heise-Mitarbeiter von zu Hause über seinen privaten 1&1-Zugang aus E-Mails versendet, werden diese nicht über den Firmenserver, sondern über den von 1&1 geleitet - auch wenn er seine Heise-Adresse verwendet. Das hat zur Folge, dass sie der SPF-Mail-Server des Empfängers ablehnt, weil die Heise-Domain nicht zum 1&1-Mail-Server gehört.
Um das zu vermeiden, wurde SRS erfunden. Damit schreibt der Mail-Server die Absenderadresse in der von Ihnen geschilderten Weise um: aus
ju@ct.heise.de
wird beispielsweise
SRS0=2Tbz=XF=ct.heise.de=ju@srs.kundenserver.de
.
Der empfangende SPS-Mail-Server sieht damit eine Mail aus der Domain srs.kundenserver.de, die ihm vom dafür zuständigen Server angeliefert wird - also hat für ihn alles seine Richtigkeit.
1&1 setzt selbst kein SPF ein, hat aber, um Probleme mit SPF-Mail-Servern zu vermeiden, auf seinen Mail-Servern im Februar SRS aktiviert. Generell mĂĽsste 1&1 eine Antwort-E-Mail an eine SRS-Adresse innerhalb von vier Wochen problemlos an den ursprĂĽnglichen Absender weiterleiten (http://service.schlund.de/service/news/news_neu.php3). Vielleicht hat Ihr Skript den lokalen Teil der E-Mail-Adresse nicht richtig verarbeitet.
Um dafür zu sorgen, dass Ihr Skript wieder zuverlässig arbeitet, können Sie ihm SRS beibringen. Alternativ verwenden Sie statt der Envelope-Adresse der Mail die Reply-To:- oder From:-Zeilen im Inneren - die werden nämlich nicht umgeschrieben. Mehr Informationen zu SPF und SRS finden sich unter http://spf.pobox.com. (ju)