Binäre Einstellungsdateien unter Mac OS X
Beim Durchstöbern von Einstellungsdateien (Endung „.plist“) unter Mac OS X 10.4 bin ich auf einige gestoßen, die mein Texteditor nur als wirren Zeichenhaufen darstellt. Mit anderen hat er jedoch keine Probleme. Meines Wissens enthalten plist-Dateien ihre Daten als XML-Strukturen im Textformat und sollten deshalb von jedem Texteditor gelesen werden können. Irre ich mit meiner Annahme?
- Andreas Beier
Beim Durchstöbern von Einstellungsdateien (Endung „.plist“) unter Mac OS X 10.4 bin ich auf einige gestoßen, die mein Texteditor nur als wirren Zeichenhaufen darstellt. Mit anderen hat er jedoch keine Probleme. Meines Wissens enthalten plist-Dateien ihre Daten als XML-Strukturen im Textformat und sollten deshalb von jedem Texteditor gelesen werden können. Irre ich mit meiner Annahme?
Im Prinzip haben Sie Recht. Allerdings ist Apple mit der Einführung von Mac OS X 10.4 besonders bei seinen eigenen Anwendungen dazu übergegangen, Einstellungsdateien in einem binären Format abzuspeichern. Ein Texteditor kann dies nicht korrekt darstellen, wohl aber der Property List Editor (PLE) aus Apples XCode-Paket. Der Anwender merkt davon überhaupt nichts, PLE verrät noch nicht einmal, welchen plist-Typ er aktuell anzeigt. Am Kopfbereich der XML-Strukturen lässt sich dies ebenfalls nicht erkennen. Speichern kann PLE jedoch nur im Textformat.
Der Unix-Unterbau von Mac OS X hält den Befehl plutil bereit, der plist-Dateien vom Text- ins Binärformat und zurück konvertiert. Der Aufruf lautet
plutil -convert format /Pfad/zur/Datei.plist
Als Werte für format sind xml1 und binary1 erlaubt. Beachten Sie, dass der Befehl direkt die Originaldatei verändert. Anwendungen stört dies in der Regel nicht. Sollte jedoch das Konvertieren fehlschlagen, kann dies zu einer unlesbaren Datei führen. Sie sollten deshalb unbedingt zuvor eine Kopie anlegen. (adb)
(adb)