Zwei Router kosten doppelt

Ich muss zwei Router benutzen, denn der eine enthält das ADSL-Modem sowie eine WLAN-Basisstation und der andere den Voice-over-IP-Adapter. Ich habe daher den Router mit Modem an meine ADSL-Leitung gestöpselt und den zweiten mit seinem „WAN“-Ethernet-Port an den Switch des ersten. Dann habe ich beide Router gleich konfiguriert und genutzt. Bei der nächsten Provider-Rechnung dann der Herzschlag: Ob-wohl ich eine Flatrate habe, erscheinen dort 720 Online-Stunden zu einem horrenden Tarif. Der Provider sagt, ich hätte mich doppelt eingewählt und die Paralleleinwahl koste nun mal extra. Das finde ich vollkommen unverschämt!

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Von
  • Johannes Endres

Ich muss zwei Router benutzen, denn der eine enthält das ADSL-Modem sowie eine WLAN-Basisstation und der andere den Voice-over-IP-Adapter. Ich habe daher den Router mit Modem an meine ADSL-Leitung gestöpselt und den zweiten mit seinem „WAN“-Ethernet-Port an den Switch des ersten. Dann habe ich beide Router gleich konfiguriert und genutzt. Bei der nächsten Provider-Rechnung dann der Herzschlag: Ob-wohl ich eine Flatrate habe, erscheinen dort 720 Online-Stunden zu einem horrenden Tarif. Der Provider sagt, ich hätte mich doppelt eingewählt und die Paralleleinwahl koste nun mal extra. Das finde ich vollkommen unverschämt!

Wenn Sie beide Router gleich konfiguriert, also Ihre Zugangsdaten in beide eingetragen haben, dann haben sich auch beide parallel eingewählt. Es gab folglich tatsächlich zwei gleichzeitige Verbindungen. Die meisten Provider berechnen in dieser Situation für die zweite Verbindung einen ungünstigen Zeittarif und schreiben dies auch in ihre AGB.

Um die Kosten in Zukunft zu vermieden, müssen Sie den zweiten Router (den ohne ADSL-Modem) umkonfigurieren. Für die Internet-Verbindung wählen Sie statt PPPoE die Einstellung für eine feste IP-Adresse (fixed IP). Tragen Sie dann als Adresse eine ein, die zum internen Netzwerk des ADSL-Router gehört, aber nicht zu dessen DHCP-Adresse-Pool. Wenn der erste Router also zum Beispiel die Adresse 192.168.1.1 hat, nehmen sie die 192.168.1.2 aus dem DHCP-Pool und geben Sie dem zweiten Router als externe Adresse.

Falls nun der Voice-over-IP-Adapter nicht mehr funktioniert, mĂĽssen Sie im ADSL-Router die Port-Weiterleitung so einrichten, wie es Ihr Voice-over-IP-Provider empfiehlt. Der Zielrechner der Weiterleitungen ist dabei der zweite Router.

Wenn Ihnen das alles zu lästig ist, versteigern Sie die beiden Router im Internet und kaufen sich vom Erlös ein integriertes Gerät mit allen Funktionen, die Sie brauchen. ()