Pentium M im Sockel 478?

Laut c't-Berichterstattung liefert Intel den sparsamen Mobilprozessor in einem Gehäuse für den Sockel 479. Damit passt er nicht auf ältere Pentium-4-Mainboards mit Sockel-478-Fassung. Einige Händler offerieren in letzter Zeit aber auch Pentium-M-Ausführungen im Sockel-478-Gehäuse. In welchen Mainboards laufen diese?

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Laut c't-Berichterstattung liefert Intel den sparsamen Mobilprozessor in einem Gehäuse für den Sockel 479. Damit passt er nicht auf ältere Pentium-4-Mainboards mit Sockel-478-Fassung. Einige Händler offerieren in letzter Zeit aber auch Pentium-M-Ausführungen im Sockel-478-Gehäuse. In welchen Mainboards laufen diese?

Intel stellt die Mobilprozessoren in zwei Bauformen her: im steckbaren FC-PGA-Gehäuse (Flip Chip Pin Grid Array) mit 478 Pins und im auflötbaren FC-BGA-Gehäuse mit 479 Lotkugeln (Balls). Viele Versionen des Pentium M und des Celeron M sind in beiden Bauformen erhältlich, lediglich den Pentium M ULV liefert Intel derzeit nur als FC-BGA und den Core Duo nur als FC-PGA aus. Die FC-PGA-Versionen sind trotz 478 Pins für den in Notebooks üblichen Sockel 479 konzipiert, ein Anschluss bleibt dabei ungenutzt.

Der Sockel 479 hat von der Zuordnung der Kontakte und anderen Spezifikationen her nur wenig mit dem Sockel 478 für die Desktop-PC-Prozessoren Pentium 4 und Celeron D gemeinsam. Die 478er-Mobilprozessoren passen daher weder mechanisch noch elektrisch auf die Desktop-Boards - sie haben nur quasi zufällig die gleiche Anzahl Pins.

Versehentlich tauchen wegen der verwirrenden Kontaktzahlen Pentium-M-Modelle „für den Sockel 478“ im Handel auf, was so nicht stimmt. Es handelt sich um den normalen Pentium M mit 478 Pins für den Sockel 479. Auch Intels „Processor Spec Finder“ trägt zur Konfusion bei und erwähnt sowohl beim Pentium M als auch beim Pentium 4 „478 pin“, ohne darauf hinzuweisen, dass diese Bauformen zueinander inkompatibel sind.

Selbst mit einem aufwendigen Adapter zur Anpassung der Kontaktzuordnung des Sockel 479 auf jene des Sockel 478 funktionieren die Mobilprozessoren nicht in beliebigen Sockel-478-Boards. Zusätzlich sind eine passende Stromversorgung und ein kompatibles BIOS nötig. Bestenfalls lassen sie sich mit Adaptern wie dem CT-479 auf wenigen Sockel-478-Boards von Asus nutzen. Die Strom-Sparvorteile der Mobilprozessoren entfalten sich in typischen Desktop-PC-Mainboards ohnehin nur zu einem Teil (siehe Spar-Adapter, c't 10/05, S. 68), erst für den Pentium M oder Core Duo konzipierte Mainboards erweisen sich als Stromsparer. (ciw) (ciw)