Exotische Auflösungen

Ich möchte mir ein Display mit einer ungewöhnlichen Auflösung von 1440 x 900 Punkten kaufen. Kann ich es unter Windows XP problemlos an meinem PC und Notebook betreiben?

vorlesen Druckansicht
Lesezeit: 2 Min.

Ich möchte mir ein Display mit einer ungewöhnlichen Auflösung von 1440 x 900 Punkten kaufen. Kann ich es unter Windows XP problemlos an meinem PC und Notebook betreiben?

Die meisten modernen PCs und viele Notebooks unterstützen auch exotische Auflösungen wie 1280 x 720, 1440 x 900, 1680 x 1050 oder 1366 x 768 Punkte, weil sie die DDC-Informationen des Monitors und Projektors korrekt auswerten. Einige Geräte bereiten allerdings Probleme, nach unseren Erfahrungen vor allem Notebooks, und zwar solche mit einem Grafikchip von ATI oder mit einem Chipsatz mit integrierter Grafik von ATI, Intel, SiS oder VIA. Obwohl der Grafikchip technisch in der Lage wäre, diese Breitformat-Auflösungen einzustellen, haben die Gerätehersteller sie nicht implementiert.

Um eine Liste der sicher unterstützten Modi zu erhalten, klickt man in der Systemsteuerung auf Anzeige, dann auf den Reiter Einstellungen und dort auf den Knopf Erweitert und im sich dann öffnenden Fenster auf den Reiter Monitor. Dort deaktiviert man die Einstellung „Modi ausblenden, die von diesem Monitor nicht angezeigt werden“, worauf Windows beim Druck auf den Knopf „Alle Modi auflisten“ im Reiter Grafikkarte eine Liste aller sicher unterstützten Displaymodi präsentiert. Eine ähnliche Liste führen auch die meisten Kontrollfenster der Grafikkartentreiber. Wenn der gewünschte Modus dort auftaucht, sollte der Rechner die externe Anzeige korrekt ansteuern.

Wenn der Modus fehlt, lässt sich leider nicht zweifelsfrei feststellen, ob das Gespann aus Grafikchip, Treiber und BIOS in der Lage ist, ihn anhand der DDC-Informationen des Anzeigegeräts einzustellen - erst Ausprobieren schafft Klarheit.

Gelingt der Anschluss nicht, helfen bei Notebooks mit ATI-Grafikchips manchmal inoffizielle gepatchte Treiber (siehe Soft-Link), die allerdings bei manchen Notebooks einige Funktionen, beispielsweise die des TV-Ausgangs, beeinträchtigen. Bei einigen Geräten hilft das Tool PowerStrip beim Erstellen neuer Displaymodi. Doch bei ein paar PCs und Notebooks ist Hopfen und Malz verloren, insbesondere lassen sich viele Notebooks mit Intels integrierten Grafikchipsätzen unter Windows nach unserem Wissen nicht zu neuen Modi überreden.

Übrigens leiden nur wenige Geräte mit Nvidia-Grafikchips unter diesem Problem, weil fast alle Gerätehersteller im Grafiktreiber die Option freischalten, beliebige eigene Grafikmodi zu definieren. Damit man mit Nvidia-Treiber oder PowerStrip die richtigen Timings eintragen kann, sollte man beim Kauf des Bildschirms oder Beamers darauf achten, dass diese in der Dokumentation detailliert aufgeführt sind.

Soft-Link (jow)