British Telecom ohne italienische UMTS-Lizenz
Die Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Italien ist nach nur zwei Tagen unterbrochen worden. Kurz vor der geplanten Wiederaufnahme der Aktion stieg Mobilfunkgesellschaft Blu, an der auch British Telecom beteiligt ist, aus.
Die Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Italien ist nach nur zwei Tagen unterbrochen worden. Kurz vor der geplanten Wiederaufnahme der Aktion am Montag erklärte die italienische Mobilfunkgesellschaft Blu, an der auch British Telecom beteiligt ist, ihren Ausstieg. Damit dürfte die Versteigerung beendet sein, meinten Kommentatoren in Rom.
Die fünf verbliebenen Konkurrenten könnten sich die fünf zu Verfügung stehenden Lizenzen untereinander aufteilen. Bis zum Freitag waren 23,55 Billionen Lire (23,5 Milliarden Mark) geboten worden. Experten hatten mehr als das Doppelte erwartet. An dem Verfahren beteiligen sind von den ursprünglich acht Bewerbern nach wie vor die drei Inhaber von italienischen GSM-Lizenzen Telecom Italia Mobile (TIM), Omnitel und Wind sowie die internationalen Konsortien Ipse 2000 und Andala-Hutchinson.
Als Grund für den Rückzug von Blu gilt der Streit unter den acht Aktionären über die Firmenpolitik und die Frage, wie das Geld für die Lizenzen aufgebracht werden solle. Zu den Aktionären zählen unter anderem Autostrada (32 Prozent), British Telecom (20 Prozent) und Benetton (neun Prozent). Blu hatte erst in letzter Moment entscheiden, an der Versteigerung teilzunehmen. (dpa) (jk)