Eine Netzwerkkarte, zwei Adressen
Ich suche nach einer Möglichkeit, eine physikalische Netzwerkkarte für zwei unterschiedliche Subnetze zu verwenden. Das Problem ist, dass mein Rechner bis oben voll gestopft ist und ich keine zweite Netzwerkkarte mehr einbauen kann, mangels Slot. Gibt es Treiber oder sonstige Möglichkeiten mit denen ich so etwas realisieren kann?
- Johannes Endres
Ich suche nach einer Möglichkeit, eine physikalische Netzwerkkarte für zwei unterschiedliche Subnetze zu verwenden. Das Problem ist, dass mein Rechner bis oben voll gestopft ist und ich keine zweite Netzwerkkarte mehr einbauen kann, mangels Slot. Gibt es Treiber oder sonstige Möglichkeiten mit denen ich so etwas realisieren kann?
Sie können unter den üblichen Betriebssystemen einer Netzwerkkarte einfach zwei Adressen zuordnen. Unter Windows klicken Sie sich zu den TCP/IP-Einstellungen durch, dann auf „Erweitert“. Auf dem ersten Reiter „IP-Einstellungen“ können Sie IP-Adressen hinzufügen. Unter Linux heißt das Zauberwort „Alias-Interfaces“. Um eins zu konfigurieren, hängen Sie einfach mit einem Doppelpunkt eine Zahl an den Namen der Schnittstelle. Also zum Beispiel
ifconfig eth0:1 192.168.1.100
Schon erreichen Sie das Netzwerk 192.168.1.x ĂĽber dieselbe Karte.
Die physikalische Verbindung zu den beiden Teilnetzen ist etwas komplizierter. Entweder stöpseln Sie alles an einen einfachen Switch. Dann können aber auch alle Rechner aus beiden Subnetzen direkt miteinander kommunizieren, was Sie eventuell durch die beiden Subnetze gerade verhindern wollten.
Dann heißt die Lösung VLAN: virtuelles LAN. Dazu brauchen Sie einen VLAN-fähigen Switch. Eine einfache Konfiguration (Port-basiertes VLAN) wäre dann zum Beispiel, dass die Ports 1 bis 4 des Switch untereinander kommunizieren können, aber nicht mit anderen (VLAN 1). Entsprechend stellen Sie ein VLAN aus den Ports 5 bis 10 zusammen (VLAN 2). Und schließlich konfigurieren Sie, dass Port 12 (an dem Ihr Rechner mit den wie oben eingestellen doppelten Adressen hängt) mit beiden VLANs kommunizieren darf. Damit ist die direkte Kommunikation zwischen den Subnetzen verhindert. ()