chkdsk als Ghostbuster

Ich zeichne über ein Hauppauge-Gerät mit der dazugehörigen Software Videodaten als MPG-Datei auf (DEC 3000s). Klappt alles wunderbar. Hin und wieder jedoch zeichnet der Rechner den Film nur scheinbar korrekt auf; nach dem Ende existiert dann zwar der Dateiname (ohne Extension), die Datei ist jedoch leer und der eigentlich erwartete Speicherplatz ist auf der Festplatte auch tatsächlich verbraucht worden - aber wo? Wie komme ich an diese unsichtbaren Daten (keine „hidden files“) heran und wie kann ich sie wieder löschen? Selbst bei 250 GByte wird die Sache langsam lästig, und eine Neuformatierung würde ich gern umgehen (Windows XP und NTFS).

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Von
  • Hajo Schulz

Ich zeichne über ein Hauppauge-Gerät mit der dazugehörigen Software Videodaten als MPG-Datei auf (DEC 3000s). Klappt alles wunderbar. Hin und wieder jedoch zeichnet der Rechner den Film nur scheinbar korrekt auf; nach dem Ende existiert dann zwar der Dateiname (ohne Extension), die Datei ist jedoch leer und der eigentlich erwartete Speicherplatz ist auf der Festplatte auch tatsächlich verbraucht worden - aber wo? Wie komme ich an diese unsichtbaren Daten (keine „hidden files“) heran und wie kann ich sie wieder löschen? Selbst bei 250 GByte wird die Sache langsam lästig, und eine Neuformatierung würde ich gern umgehen (Windows XP und NTFS).

Ursache ist wahrscheinlich ein Programmierfehler in der Aufzeichnungssoftware. Die Folgen lassen sich mit dem guten alten Programm chkdsk beheben: Rufen Sie es in einer Eingabeaufforderung mit dem Laufwerksbuchstaben als Parameter auf, also zum Beispiel

chkdsk d:

Zum Starten braucht chkdsk in jedem Falle Administratorrechte. Ohne weitere Argumente aufgerufen analysiert das Programm nur die Platte, führt aber keine Korrekturen aus - auch wenn es das manchmal behauptet. Deshalb starten Sie es erneut, und zwar mit dem zusätzlichen Parameter /f, der die Reparatur erzwingt, also:

chkdsk d: /f

Meistens meldet das Programm daraufhin, dass das Volume von einem anderen Prozess benutzt wird, und bietet an, die Überprüfung und die Korrekturen beim nächsten Systemstart vorzunehmen. Bestätigen Sie das mit einem Druck auf J und starten Sie den Rechner neu.

Nachdem chkdsk durchgelaufen ist und Windows wieder läuft, können dann je nachdem, wie genau die Fehler auf der Platte aussahen, zwei Dinge passiert sein: Entweder der „verschwundene“ Platz ist einfach wieder frei. Im besseren Fall finden sich auf der Platte Dateien mit Namen nach dem Schema FILE0000.CHK, FILE0001.CHK und so weiter. Mit ein bisschen Glück sind das die verlorenen Seelen ... ähm Dateien, und Sie können sie zum Leben erwecken, indem Sie ihnen wieder die Endung .mpg (oder was immer die Video-Software verwendet) verpassen. Sollten sich die Dateien danach nicht öffnen lassen, sind sie beim Reparaturversuch leider beschädigt worden. Dann bleibt außer den Versuchen, die wir in der Hotline der c't 3/04 beschrieben haben, nicht viel mehr als sie zu löschen. (hos) (hos)