Stick als SchlĂĽssel-Diskette

Ich benutze ein Homebankingprogramm mit HBCI-Schlüssel auf Diskette. Gibt es eine Möglichkeit, diesen Schlüssel auf einem neuen Rechner weiter zu benutzen, der kein Diskettenlaufwerk mehr hat?

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Von
  • Ralph Altmann

Ich benutze ein Homebankingprogramm mit HBCI-Schlüssel auf Diskette. Gibt es eine Möglichkeit, diesen Schlüssel auf einem neuen Rechner weiter zu benutzen, der kein Diskettenlaufwerk mehr hat?

Prinzipiell können Sie den Schlüssel von der Diskette auf ein beliebiges Festplattenlaufwerk, einen USB-Stick oder eine Flash-Speicherkarte kopieren. Die Speicherung auf der Festplatte ist allerdings aus Sicherheitsgründen nicht zu empfehlen.

Ob diese Lösung ausreicht, hängt vom Homebankingprogramm ab. T-Online-Banking und StarMoney 5.0 (ausgenommen die für USB-Sticks ausgelegte Pocketversion) akzeptieren nur den Laufwerkspfad A: (Diskettenlaufwerk). Keine Probleme sollte es mit AlfBanCo, Moneyplex, WISO Mein Geld und Quicken geben, denn hier sind beliebige Pfade möglich. Dem Programm muss dann nur der Laufwerksbuchstabe des Schlüssels bekanntgemacht werden.

Bei Rechnern ohne Diskettenlaufwerk ist der Laufwerksbuchstabe A: frei, Sie können ihn deshalb auch einem USB-Stick oder einem Schacht eines Flash-Card-Readers zuweisen. Dies wird in der Systemsteuerung unter Verwaltung\Computerverwaltung\Datenspeicher\Datenträgerverwaltung vorgenommen. Anschließend kann auch T-Online-Banking wieder auf den Schlüssel zugreifen.

Eine weit bessere, aber nicht kostenlose Lösung ist die Speicherung des Schlüssels auf einer Chipkarte. Dafür ist ein Chipkartenleser erforderlich. Das Kopieren des Diskettenschlüssels auf die Chipkarte (der sogenannte „Medienwechsel“) wird unseres Wissens bisher nur von Moneyplex Pro unterstützt. Die Herstellerfirma (matrica) bietet auch ein spezielles Programm nur für den Medienwechsel an. Es geht aber auch ohne diese Software: Die Alternative besteht in der Neuinitialisierung des HBCI-Zugangs. Dabei generiert die Bank einen neuen Schlüssel und schickt ihn dem Kunden zu, was möglicherweise ein paar Tage dauern kann. Bei der Neuinitialisierung speichert die Homebankingsoftware den Schlüssel dann auf der Chipkarte. (bb)