Kein Intel-RAID unter Vista?
Windows Vista lässt sich auf meinem Mainboard mit Intel-Chipsatz nur dann installieren, wenn ich die RAID-Funktion des Chipsatzes für SATA-Laufwerke abschalte; gerade deshalb hatte ich mir aber ein Mainboard mit der teureren, RAID-tauglichen Variante des Chipsatzes sowie drei Festplatten gekauft. Was kann ich tun?
Windows Vista lässt sich auf meinem Mainboard mit Intel-Chipsatz nur dann installieren, wenn ich die RAID-Funktion des Chipsatzes für SATA-Laufwerke abschalte; gerade deshalb hatte ich mir aber ein Mainboard mit der teureren, RAID-tauglichen Variante des Chipsatzes sowie drei Festplatten gekauft. Was kann ich tun?
Möglicherweise nichts außer Abwarten: Laut Intel liegt ein Problem im Zusammenspiel zwischen dem Vista-Setup und manchen Festplatten vor, wenn diese ein RAID an den Chipsatz-Southbridges ICH6R (Baureihen 915/925/955), ICH7R und ICH7-DO/-DH (945/975) oder ICH8R sowie ICH8-DO/-DH (965) bilden.
Wer ein RAID aus mehreren SATA-Festplatten an einem Mainboard mit einem der erwähnten Chipsätze einrichtet und darauf Windows Vista installieren will, benötigt während des Vista-Setup einen „F6“-Treiber, der sich per Floppy-Disk oder USB-Stick einspielen lässt. Diesen Treiber stellt Intel bereit (siehe Soft-Link); er soll angeblich fehlerlos sein. Das Vista-Setup aktiviert laut Intel-Webseite aber dummerweise einen ursprünglich nur für Notebooks gedachten Stromsparmodus der SATA-Festplatten namens Link Power Management (LPM). Diese LPM-Funktion soll bei zahlreichen 3,5-Zoll-Festplatten mehrerer Hersteller nicht richtig funktionieren; im Internet finden sich etwa Hinweise auf Laufwerke von Maxtor und Samsung. Bei Verwendung dieser Laufwerke als RAID an den erwähnten Intel-Chipsätzen kommt es dann unter Vista zu Datenfehlern oder die Festplatten werden gar nicht erst erkannt.
Intel empfiehlt, bei den Festplattenherstellern nach Firmware-Updates zu fragen; das scheint nach unseren Erfahrungen eher aussichtslos. Falls sich Vista auf dem RAID installieren lässt, aber später doch noch Probleme auftreten, soll in einigen Fällen das Löschen des Registry-Schlüssels HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\iaStor\Parameters beziehungsweise HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\iaStorV\Parameters helfen. Manchmal sollen Fehler auch verschwinden, wenn man die zum RAID zusammengefassten Laufwerke ausschließlich an den SATA-Ports 3, 4, 5 und 6 anschließt.