Wettrennen der IT-Riesen bei virtuellen Assistenten
Mit Amazon, Apple und Google bieten mittlerweile drei der wichtigsten Internet-Unternehmen sprachgesteuerte Helfer an. Noch verdienen sie kein Geld damit, doch das Potenzial ist erheblich.
- Sascha Mattke
Siri war zuerst da, doch mittlerweile bieten auch Amazon mit Alexa und Google mit seinem Assistant virtuelle Helfer an, die auf Sprachbefehle des Nutzers reagieren. Fortschritte bei Spracherkennung und -verarbeitung dürften diese Assistenten immer nützlicher machen. Für die Anbieter wiederum erschließen sie neue Einnahmequellen, wobei insbesondere die anfallenden Nutzerdaten von hohem Wert für sie sein könnten. Das berichtet Technology Review online in "Geld verdienen mit Assistenten".
Bei Amazon hat der Assistent Alexa bereits den 200 Dollar teuren Drahtlos-Lautsprecher Echo zu einem Überraschungserfolg gemacht. Unter anderem kann man damit die Musikwiedergabe steuern, zuvor über Amazon gekaufte Produkte erneut bestellen und Dienste von Drittanbietern nutzen, um zum Beispiel per Sprachbefehl ein Uber-Taxi zu rufen. Google will später in diesem Jahr unter dem Namen Google Home ein ähnliches Gerät auf den Markt bringen, in dem sein eigener Assistent steckt; der Preis ist noch unbekannt. Und auch Apple plant angeblich einen Heimassistenten und bereitet die Steuerung von externen Diensten über Siri vor.
Noch keine Geldquelle
"Derzeit sind die Assistenten ergänzende Produkte, die eine bereits bestehende Beziehung des Verbrauchers erweitern", sagt Steven Tadelis, Professor an der University of California in Berkeley. Allein das sowie das Schritthalten mit der Konkurrenz sei Rechtfertigung genug, um die Technik herausbringen und zu schauen, was passiert. "Ich wäre nicht überrascht, wenn sich in zwei oder drei Jahren Möglichkeiten finden, das zu monetarisieren, auf die wir heute im Traum nicht kommen würden", sagt er.
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