VMware und USB 2.0

Beim Versuch, die Windows-Datenträgerprüfung für ein USB-Laufwerk zu starten, stürzt mein virtualisiertes Windows in VMware 5.5 unter Linux ab. Manchmal genügt schon das bloße Anschließen des Laufwerks.

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Beim Versuch, die Windows-Datenträgerprüfung für ein USB-Laufwerk zu starten, stürzt mein virtualisiertes Windows in VMware 5.5 unter Linux ab. Manchmal genügt schon das bloße Anschließen des Laufwerks.

VMware bis 5.5 emuliert nur USB 1.1. Wenn die Platte an einem USB-2.0-Port angeschlossen ist, setzt sie Linux aber in den schnellen HighSpeed-Übertragungsmodus von USB 2.0. Das Laufwerk sendet dann unter Umständen Daten, die der USB-1.1-Treiber des Windows-Gastes nicht verarbeiten kann.

Linux kann man aber dazu zwingen, ebenfalls den langsamen Modus zu verwenden. Ist man als Root angemeldet, erledigt das rmmod ehci_hcd. Wer ein Desktop-Linux wie Ubuntu nutzt, stellt dem Befehl das obligatorische „sudo“ voran, also sudo rmmod ehci_hcd.

Damit ist der Windows-Treiber nicht mehr überlastet, und man kann die Datenträgerprüfung problemlos durchführen. Nachdem VMware beendet ist, wechselt der Befehl modprobe ehci_hcd beziehungsweise sudo modprobe ehci_hcd wieder in den schnellen Übertragungsmodus.

Vom Umschalten sind allerdings immer alle per USB angeschlossenen Geräte betroffen. Auch eine USB-Maus wird dadurch neu initialisiert, was einen Neustart des X-Servers erforderlich machen kann. Dies erledigt Ctrl+Alt+Backspace. (Herbert Schmid/jow) (jow)