Centrino-WLAN unter Debian aktivieren

Ich habe auf einem Notebook von Xeron mit Centrino-Chipsatz die Linux-Distribution Debian mit dem Kernel 2.6.20 installiert. Allerdings funktioniert der WLAN-Treiber nicht wie erwartet: In der Ausgabe von dmesg erscheint beim Laden des Moduls ipw2200 die Meldung „Radio Frequency Kill Switch is On: Kill switch must be turned off for wireless networking to work“. Der WLAN-Schalter neben der Tastatur scheint darauf keinen Einfluss zu haben. Was muss ich tun, damit ich die WLAN-Karte des Notebooks in Betrieb nehmen kann?

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Von
  • Reiko Kaps

Ich habe auf einem Notebook von Xeron mit Centrino-Chipsatz die Linux-Distribution Debian mit dem Kernel 2.6.20 installiert. Allerdings funktioniert der WLAN-Treiber nicht wie erwartet: In der Ausgabe von dmesg erscheint beim Laden des Moduls ipw2200 die Meldung „Radio Frequency Kill Switch is On: Kill switch must be turned off for wireless networking to work“. Der WLAN-Schalter neben der Tastatur scheint darauf keinen Einfluss zu haben. Was muss ich tun, damit ich die WLAN-Karte des Notebooks in Betrieb nehmen kann?

Dazu benötigt man einen Treiber, den Debian aber nicht automatisch lädt. Er steuert die zusätzliche Taste auf dem Notebook an, die das Funkteil der WLAN-Karte aktiviert. Seit Kernel-Version 2.6.15 übernimmt der Treiber wistron_btns diese Aufgabe. Man lädt ihn auf einer Root-Konsole mit dem Kommando modprobe wistron_btns. Meldet er Fehler beim Laden, sollte man den Parameter keymap=1557/MS2141 anhängen. Falls immer noch Probleme auftauchen, kann die zusätzliche Option force=true helfen. Der Treiber arbeitet neben dem Xeron-Modell auch mit verschiedenen Notebooks der Hersteller Acer und Fujitsu Siemens zusammen; weitere Informationen haben die Entwickler unter http://carolina.mff.cuni.cz/~trmac/blog/wistron_btns zusammengetragen.

Alternativ steuert der Treiber acerhk die WLAN-Taste und das Funkteil. Er ist zwar besser dokumentiert, gehört aber nicht zum Standard-Kernel und wird nicht mehr weiterentwickelt. Man muss ihn daher meistens aus den Quellen übersetzen (siehe Soft-Link). Geladen wird der Treiber ebenfalls mittels modprobe, wobei er mehrere Parameter versteht: In vielen Fällen reicht der Aufruf modprobe acerhk autowlan=1, weitere Parameter ermittelt modinfo acerhk.

Möchte man die Treiber beim Start laden, hilft ein Eintrag in der Datei /etc/modules. Die Treiber-Parameter hinterlegt man in Dateien unterhalb von /etc/modprobe.d. Sie enthalten beispielsweise die Zeile

options acerhk autowlan=1

und tragen denselben Namen wie das jeweilige Modul.

Soft-Link (rek)