Virtuelle Parallels-Festplatten sparsam sichern

Jedes Mal, wenn ich über den Computer-Virtualisierer „Parallels“ das Windows-Betriebssystem benutzt habe, sichert die in Mac OS X 10.5 (Leopard) integrierte Backup-Software „Time Machine“ unter anderem auch die riesengroße Datei, die Windows als Festplatte nutzt. Das stört, weil Time Machine damit die externe USB-Platte, die ich als Backup-Medium verwende, ruck, zuck mit lauter Windows-Backups verstopft. Häufige und regelmäßige Backups dieser Datei brauche ich aber gar nicht, mit Windows experimentiere ich bloß.

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Jedes Mal, wenn ich über den Computer-Virtualisierer „Parallels“ das Windows-Betriebssystem benutzt habe, sichert die in Mac OS X 10.5 (Leopard) integrierte Backup-Software „Time Machine“ unter anderem auch die riesengroße Datei, die Windows als Festplatte nutzt. Das stört, weil Time Machine damit die externe USB-Platte, die ich als Backup-Medium verwende, ruck, zuck mit lauter Windows-Backups verstopft. Häufige und regelmäßige Backups dieser Datei brauche ich aber gar nicht, mit Windows experimentiere ich bloß.

Sie können beliebige Dateien von der Sicherung ausnehmen und im Falle von Parallels über einen simplen Trick dennoch die Datensicherheit gewährleisten: Es ist zwar wenig bekannt, aber in die von Time Machine verwaltete Ausnahmeliste lassen sich nicht nur Festplatten und Partitionen eintragen, die nicht gesichert werden sollen, sondern auch Ordner und sogar einzelne Dateien. Die Ausnahmeliste findet man unter Systemeinstellungen, Time Machine, Optionen. Dort trägt man nur die Datei ein, die dem virtuellen Windows als Festplatte dient; alle übrigen Dateien, die Parallels nutzt, lässt man aber sichern.

Wenn man aber wenigstens ein Backup der virtuellen Festplatte anlegen lässt und die Datei erst anschließend in die Ausnahmeliste einträgt, hat man eine vollständige Kopie, die fortan nicht mehr gesichert wird. Stattdessen setzt man immer dann, wenn man doch ein jüngeres Backup anlegen will, einen „Snapshot“ in Parallels. Damit sichert Parallels den aktuellen Status der laufenden virtuellen Maschine; man kann später über Parallels bei Bedarf wieder zu diesem Status zurückschalten. Die Snapshot-Dateien von Time Machine sichern zu lassen, kostet weniger Backup-Kapazität, weil sie in der Regel weit kleiner sind als die Gigabyte-große Festplattendatei.

Nachteilig an diesem Verfahren ist, dass man selbst daran denken muss, Snapshots anzulegen. Mit einem Makro-Recorder wie dem des „Automator“ (Ordner Dienstprogramme) könnte man die Befehlssequenz aufzeichnen und den Login-Items in den Systemeinstellungen hinzufügen. Wenn man es um eine Wochentagsabfragebedingung ergänzt, könnte man es beispielsweise nur wöchentlich automatisch ausführen lassen. (dz) (dz)