Windows-Freigaben als Unix-Verzeichnis

Wenn ich unter Linux mit KDE unterwegs bin, zeigt mir der grafische Dateimanager auch die Freigaben und Arbeitsgruppen von Windows- und Samba-Rechnern an. Da ich aber meist nur über SSH auf einer Konsole arbeite, hätte ich gern eine einfache Text-Version, die beispielsweise die Arbeitsgruppen und Freigaben als Verzeichnisse unter Linux einbindet.

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Von
  • Reiko Kaps

Wenn ich unter Linux mit KDE unterwegs bin, zeigt mir der grafische Dateimanager auch die Freigaben und Arbeitsgruppen von Windows- und Samba-Rechnern an. Da ich aber meist nur über SSH auf einer Konsole arbeite, hätte ich gern eine einfache Text-Version, die beispielsweise die Arbeitsgruppen und Freigaben als Verzeichnisse unter Linux einbindet.

Auf aktuellen Linux-Systemen kann man dafür das Programm smbnetfs einsetzen, das über die FUSE-Schnittstelle (Filesystem in Userspace) des Kernels (ab 2.6.14) Arbeitsgruppen und Netzwerkfreigaben als normale Verzeichnisse im Dateisystem bereitstellt. So kann man, ohne die Bash oder eine andere Shell verlassen zu müssen, Dateien von oder in die Freigaben kopieren oder anzeigen. Das Kommando kann man als normaler Benutzer ausführen – unter Debian und Ubuntu muss man lediglich der Benutzergruppe fuse angehören.

Der Befehl smbnetfs ~/mnt/windows-netz bindet die Namen der Arbeitsgruppen und Server unterhalb des Home-Verzeichnisses des aktuellen Benutzers ein. Will man diese „Netzwerkumgebung“ ohne Root-Rechte wieder aus dem Dateisystem aushängen, reicht der Aufruf von fusermount -u ~/mnt/windows-netz.

Die passenden Benutzernamen und Passwörter fischt sich smbnetfs aus der Datei smbnetfs.conf, die unter $HOME/.smb liegen muss und das Verhalten des Programms steuert. Will man auf den Samba-Server smbserver zugreifen, der den Benutzer user kennt, dann genügt dem Programm die Zeile

auth "smbserver" "user" "passwort"

Weitere Hinweise und Details zur Einrichtung finden sich in der Man-Page, in den Programmdokumentationen und auf der Website von smbnetfs (siehe Soft-Link).

Soft-Link (rek)