Bionische Hand nach Muster von "Deus Ex - Mankind Divided" kommt
Spieler des neuen Sprosses der Deus-Ex-Reihe sollen 2017 zusätzlich Gelegenheit bekommen, eine reale Handprothese als Spielgerät zu nutzen.
(Bild: Square Enix)
Körper-Augmente, also künstliche Tuning-Maßnahmen, Verbesserungen und Ersatzobjekte für menschliche Körperteile, sind typische Elemente in Cyberpunk- Geschichten. Auch der aktuelle Rollenspielshooter "Deus Ex – Mankind Divided" von Square Enix arbeitet damit. Der Publisher präsentierte das Spiel, das am 23. August dieses Jahres für Xbox One, PS4 und Windows-PC erscheinen soll, auf der E3 in Los Angeles.
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(Bild:Â Square Enix)
Der vom Eidos-Studio in Montreal entwickelte spektakuläre Mix aus First-Person-Shooter und Third-Person-Schleichabenteuer mit ausgeprägten Rollenspiel-Elementen bildet den Nachfolger des 2011er "Human Revolution"; seine Handlung setzt zwei Jahre nach dessen Schluss ein. Der Held Adam Jensen kehrt zurück, mit neuer technischer Ausrüstung und neuen Körpermodifikationen. Im Jahr 2029 werden augmentierte Menschen unterdrückt. Als Undercover-Agent agiert Jensen in einer Welt, die seinesgleichen verachtet. Um hinter die Wahrheit darüber zu kommen, was tatsächlich vorgeht, muss Jensen die richtigen Verbündeten wählen und immer wieder Entscheidungen treffen, die den Fortgang der Geschichte beeinflussen.
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(Bild:Â Square Enix)
Im kommenden Jahr soll eine reale bionische Hand als Spielgerät verfügbar werden. Für dieses Projekt arbeiten die Spielentwickler mit dem Prothesenhersteller Open Bionics und dem Peripheriehersteller Razer unter dem Stichwort "Augmented Future" zusammen. Langfristig sollen auch noch andere Augmentierungen, die an das Spiel angelehnt sind, in reale Hardware umgesetzt werden. Dabei geht es dem Publisher Square Enix zufolge nicht etwa um teure Orchideenprodukte für betuchte Sammler, sondern um "für jedermann erschwingliche" Modelle, die mit Hilfe von 3D-Druckern produziert werden können. Die Kooperationspartner planen, die Konstruktionsunterlagen zu veröffentlichen und es Interessenten so zu ermöglichen, sich selbst mit einem geeigneten Ausgabegerät eine "Deus Ex"-Prothese anzufertigen.
Joel Gibbard, Chef von Open Bionics, schwärmt von einem " großartigen kreativen Prozess" und meint: "Wir genießen es, den Menschen dabei zuzusehen, wie sie den bionischen Arm ausprobieren ... Wir sind sehr glücklich darüber, mit dem Team hinter Deus Ex zusammenzuarbeiten und freuen uns darauf, diese Partnerschaft noch weiter zu vertiefen."
Razor steuert zu dem Projekt die "Stargazer"-Webcam bei. Ihre Technik der Bewegungserkennung soll dabei helfen, Handbewegungen präzise abzunehmen und damit den bionischen Arm "in eine virtuelle Umgebung zu transferieren". Das soll Spieler in die Lage versetzen, die Prothese bei Virtual-Reality-Sessions zu nutzen.
Natürlich juckt es den neugierigen Beobachter, Näheres zu erfahren, denn das Ganze klingt gar zu abstrakt und fantastisch. Leider offenbaren die Kooperationspartner außer einem hübschen Designmodell des angekündigten Arms noch keine Details, insofern wird man sich gedulden müssen. Bevor der Arm tatsächlich zu den Spielern kommen kann, soll er zunächst als Anschauungsstück auf Spielemessen präsentiert werden. (psz)