PDA-Hersteller Handspring steigert Umsatz und macht Verlust
Handspring, mit dem Visor direkter Konkurrent von Palm bei elektronischen Organizern, konnte seine Bilanz im vierten Quartal mit Umsätzen von 51,8 Millionen US-Dollar abschließen.
Der amerikanische Hersteller von elektronischen Organizern Handspring konnte seine Bilanz im vierten Geschäftsquartal, das am 1. Juli dieses Jahres endete, mit 51,8 Millionen US-Dollar an Umsätzen abschließen. Im Fiskaljahr 2000 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 102 Millionen US-Dollar.
Bei den Gewinnen sieht es allerdings noch nicht besonders rosig aus: Im gesamten Geschäftsjahr kam ein Nettoverlust von 60,2 Millionen US-Dollar zustande, im vierten Quartal lag er bei 19,5 Millionen US-Dollar oder 43 Cent pro Aktie. Abzüglich der Bedienung von Nachzugsaktien (deferred stocks) beträgt der Nettoverlust noch 5,9 Millionen US-Dollar oder 13 Cent pro Aktie. Das Ergebnis übertraf jedoch die Erwartungen von Analysten, die mit einem Verlust von 19 Cent pro Aktie gerechnet hatten.
Handspring wurde 1998 von den Erfindern des Palm-PDA als eigenständiges Unternehmen gegründet. Das erste Produkt von Handspring, der Visor, der ebenfalls mit dem Betriebssystem PalmOS läuft, ist seit September 1999 auf dem US-Markt und wird seit Mai auch in Deutschland vertrieben. Eine der Besonderheiten des Gerätes ist die von Handspring entwickelte Springboard-Schnittstelle, die im Gegensatz zu den PDAs von Palm Erweiterungsmöglichkeiten für die elektronischen Organizer bietet.
Donna Dubinsky, Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzende bei Handspring zeigte sich allerdings außerordentlich erfreut über die Geschäftszahlen. Die Steigerungsraten im Wachstumsmarkt für Organizer zeigten, dass die Akzeptanz für den Visor und die Springboard-Plattform vorhanden sei. (mih)