eco Internet Awards: Preise fĂĽr virtuelles Kraftwerk und DPD-App
Energiewende, Smart Cities, Virtual Reality – der Branchenpreis widmete sich viel versprechenden Trends der Internetwirtschaft.
(Bild: Torsten Kleinz)
Mit einer Gala in Köln-Mülheim hat der eco am Donnerstag seine jährlichen Branchenpreise verliehen. Insbesondere Lösungen zur Energieversorgung wurden in diesem Jahr prämiert. Der Vorstandsvorsitzende des Verbands Michael Rotert beschrieb die Lage der Branche vorsichtig optimistisch. So sei die Internetwirtschaft nach wie vor einer der am schnellsten wachsenden Sektoren, was auch die Politik registriere. "Die Digitale Agenda macht Mut, die Einfürung der Vorratsdatenspeicherung eher weniger", bilanzierte Rotert. Im Grünbuch Digitale Plattformen der Bundesregierung würden die richtigen Fragen gestellt.
Ein virtuelles Kraftwerk
In der Preiskategorie "Smart" gewann die App Paket Navigator des Paketdienstleisters DPD, mit der Nutzer nicht nur genau den Fortschritt des Lieferfahrzeugs tracken, sondern auch die Sendung umleiten und dem Fahrer ein Trinkgeld zukommen lassen können.
Im B2B-Bereich wurde das Kölner Unternehmen Next Kraftwerke ausgezeichnet, das fast 3000 verschiedene Anlagen wie Wind- und Solarkraftwerke zu einem virtuellen Kraftwerk zusammenschaltet, um ihnen so besseren Zugang zum Energiemarkt zu verschaffen. Ein weiteres Energie-Unternehmen erhielt den Preis in der Kategorie "Mobility". Die niederländische Firma Emodz hat mit #Vehicle2HollandHouse ein System geschaffen, um Energie dezentral in den Akkus von Elektroautos abzuspeichern und bei Bedarf den Haushalten wieder zuzuführen.
Satellitenverbindung fĂĽr weiĂźe Flecken
Im Bereich Next Generation Infrastructure überzeugte der Anbieter von Internet-Satellitenverbindungen Filiago die Jury, da mit dem Angebot auch Kunden in schlecht erschlossene Gegenden mit Geschwindigkeiten bis zu 30 MBit pro Sekunde versorgt werden können. Im B2B-Bereich gewann das Unternehmen Console, weil es für seine Kunden den Interconnection-Markt automatisiert hat.
Hashplay erhielt einen Preis in der Kategorie "Entertainment" fĂĽr ihre Plattform zur Erstellung von Content fĂĽr Virtual-Reality-Umgebungen. Insbesondere das Vorhandensein von Werbe-Formaten zur Monetarisierung der Inhalte ĂĽberzeugte die Jury. Im B2B-Bereich gewann der Streaming-Dienstleister Make.tv.
VerschlĂĽsselung fĂĽr das Internet of Things
Im Bereich "Next Generation Security" setzte sich das Bochumer Unternehmen Physec durch, da es sich darauf spezialisiert hat, Sicherheitsmechanismen auch auf Geräten mit schwachen Ressourcen anzubieten, um so das Internet Of Things besser abzusichern. Für seine Big-Data-Analysen für die Personalsuche erhielt das junge Startup Talentwunder den Preis in der Kategorie "New Work".
Den Sonderpreis des Landes Nordrhein-Westfalens fĂĽr die Digitale Wirtschaft bekam der P2P-Kreditvermittler Auxmoney. Das DĂĽsseldorfer Unternehmen habe sich zu einem Leuchtturm fĂĽr die Start-up-Szene im Bundesland entwickelt und bereits Kredite im Wert von mehr als 250 Millionen Euro vermittelt. (kbe)