Bluetooth-Headset
Ich möchte auf dem Motorrad unterwegs erreichbar sein. Wenn ich aber das Vibrieren des Funktelefons spüre, anhalte und das Handy hervorhole, ist das Gespräch längst weg. Jetzt habe ich von einer Freisprecheinrichtung für den Motorradhelm gehört, die man nachträglich anbauen kann. Kann man sich auf diese Geräte verlassen?
Ich möchte auf dem Motorrad unterwegs erreichbar sein. Wenn ich aber das Vibrieren des Funktelefons spüre, anhalte und das Handy hervorhole, ist das Gespräch längst weg. Jetzt habe ich von einer Freisprecheinrichtung für den Motorradhelm gehört, die man nachträglich anbauen kann. Kann man sich auf diese Geräte verlassen?
In ersten Tests mit Systemen von Cardo, Cellular Line und Nolan haben wir keine Ausreißer festgestellt. Zwar ist es hier und da etwas heikel, die Geräte mit dem Handy zu koppeln, wenn die Verbindung aber besteht, arbeiten die Freisprecher meist verlässlich.
Problematisch kann es werden, Mikrofon und Lautsprecher im Helm einzubauen und das Bluetooth-Modul zu befestigen. Hier lassen sich Geräte mit Klemm- und Klebehalterung – wie das Cellular Line Interphone oder neuerdings das Cardo Scala Rider Q2 – auch an Helmen montieren, deren Unterkante einen für die Klemmbefestigung zu breiten Saum aufweist (wie beispielsweise beim Schuberth C2). Sofern sich das Innenpolster herausnehmen oder zumindest etwas lösen und wieder festkleben lässt, sollte der Einbau machbar sein.
Die Warnungen, der Einbau einer Freisprecheinrichtung beeinträchtige die Sicherheit des Helms und tangiere die Zulassung für den Straßenverkehr, halten wir nach Rücksprache mit Bundesverkehrsministerium, Kraftfahrtbundesamt und ADAC für übertrieben. Wer ganz sicher gehen möchte, sollte sich die in die Nolan-Helme einbaubaren „n-com“-Systeme anschauen; sie wurden zusammen mit den Helmen geprüft und zugelassen. (uh) (uh)