Schlechte Lichtverhältnisse

Meine Digitalkamera neigt dazu, bei schlechten Lichtverhältnissen Fotos anzufertigen, die wie Ölgemälde aussehen. Wie kommt das und wie kann ich das verhindern?

vorlesen Druckansicht
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Manfred Bertuch

Meine Digitalkamera neigt dazu, bei schlechten Lichtverhältnissen Fotos anzufertigen, die wie Ölgemälde aussehen. Wie kommt das und wie kann ich das verhindern?

Die Anmutung eines Ölgemäldes entsteht durch verstärktes Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen. Die meisten Digitalkameras werden im Automatikmodus genutzt, bei dem die Kamera die ISO-Empfindlichkeit, Belichtungszeit und Blende eigenmächtig einstellt. Bei wenig Licht steigern die Bildaufnehmer automatisch die Empfindlichkeit, oft bis zum Maximalwert, der mittlerweile bei ISO 1600 und höher liegt. Bei der Erhöhung werden neben den Bildinformationen auch die immer vorhandenen Störungen, wie das Rauschen, verstärkt. Die versucht die interne Firmware anschließend wieder herauszurechnen, wobei zusätzlich häufig feine Details verloren gehen – fertig ist das Ölgemälde. Unsere Tests zeigten, dass bei den meisten Kompaktkameras das Rauschen ab ISO 400 unverhältnismäßig stark zunimmt. Damit in Innenräumen bei einem niedrigen ISO-Wert noch scharfe Bilder entstehen, sollte entweder ein Stativ genutzt oder ein Blitz zugeschaltet werden. Mittlerweile bieten viele Modelle auch die Möglichkeit, eine Obergrenze für die Empfindlichkeit festzulegen. Die Kamera kann immer noch mit unterschiedlichen ISO-Werten arbeiten, allerdings nur bis zu der eingestellten persönlichen Schmerzgrenze – die Sie am besten durch Ausprobieren finden. (rst) ()