USB-Hub als Ladegerät?
Zu zweien meiner diversen USB-Hubs wurde auch ein recht kräftiges Schaltnetzteil (2 A) mitgeliefert. Spricht irgendwas dagegen, so einen Hub mit seinem Netzteil als mobiles USB-Ladegerät für meinen MP3-Player zu benutzen? Oder sollte ich mir doch lieber ein offizielles Ladegerät anschaffen?
- Detlef Grell
Zu zweien meiner diversen USB-Hubs wurde auch ein recht kräftiges Schaltnetzteil (2 A) mitgeliefert. Spricht irgendwas dagegen, so einen Hub mit seinem Netzteil als mobiles USB-Ladegerät für meinen MP3-Player zu benutzen? Oder sollte ich mir doch lieber ein offizielles Ladegerät anschaffen?
Es spricht überhaupt nichts dagegen, das mit einem USB-Hub zu machen. Ganz im Gegenteil eröffnet sich hier sogar eine pfiffige Nutzungsmöglichkeit für defekte USB-Hubs. Allerdings sollte man ein paar Kleinigkeiten beachten beziehungsweise mit einem Voltmeter sicherstellen.
Bei manchen USB-Hubs werden Netzteile mit mehr als 5 Volt mitgeliefert. Dann sorgt die interne Hub-Elektronik dafür, dass nur 5 V am USB-Stecker ankommen. Bei einem defekten Hub wäre es natürlich fatal, wenn die Elektronik komplett durchgeschlagen ist und dann womöglich 6 oder gar 9 V an den USB-Klemmen liegen. Das muss man halt an den äußeren der vier Pins einer der USB-Buchsen nachmessen. Wenn die Hub-Elektronik voll auf Durchzug geschaltet hat, dann kann man diesen Hub mit einem handelsüblichen 5-V-Netzteil (mehr als 500 mA) aber immer noch als Steckeradapter benutzen.
Eine kleine Tücke kann den eigentlichen Ladevorgang noch aufhalten, nämlich wenn dem zu ladenden Gerät der logische Pegel auf den mittleren USB-Pins nicht passt – der kann speziell bei einem kaputten Hub „unpassend“ gewählt sein. Wenn daher ein MP3-Player nicht die typische Lade-Symbolik zeigt, dann hilft es im Regelfall, die beiden inneren Pins der USB-Buchse am Hub mit einer spitzen Zange herauszuziehen. (gr) (gr)