Server: Service wichtiger als Technik
Für unsere kleine Arbeitsgruppe (fünf, manchmal bis zu sieben Personen) soll ich einen preiswerten Server zusammenstellen, der als zentraler Speicherplatz für Daten (Fileserver) dienen soll und auch den Drucker anbindet. Ich denke, dass dafür schon ein Celeron als Hauptprozessor reicht. Welche Hardware empfehlen Sie mir sonst?
Für unsere kleine Arbeitsgruppe (fünf, manchmal bis zu sieben Personen) soll ich einen preiswerten Server zusammenstellen, der als zentraler Speicherplatz für Daten (Fileserver) dienen soll und auch den Drucker anbindet. Ich denke, dass dafür schon ein Celeron als Hauptprozessor reicht. Welche Hardware empfehlen Sie mir sonst?
Wir empfehlen vor allem, den Server nicht selbst zusammenzuschrauben, sondern lieber einen erfahrenen und zuverlässigen Fachhändler damit zu beauftragen, der Ihnen langfristigen Service mit kurzfristigen Reaktionszeiten bieten kann. Bei einem Server kommt es weniger auf die konkreten Bauteile an als auf deren Zuverlässigkeit beziehungsweise nach Defekten auf schnellen Ersatz.
Die Server-Marktführer Dell, Fujitsu Siemens Computers, HP und IBM, aber auch kleinere Systemhäuser verkaufen einfach ausgestattete Server bereits ab rund 300 Euro – da lohnt das Selberschrauben nicht. Für Service mit kurzer Reaktionszeit (etwa Vor-Ort-Service innerhalb von vier Stunden an Werktagen) werden bei vielen solcher Kampfangebote zwar Kosten fällig, die mehrfach höher liegen als der Hardware-Preis, und auch die von den jeweiligen Herstellern selbst angebotenen Erweiterungen (Festplatten, RAID-Adapter, Speicher, Prozessoren) sind meistens teurer als bei anderen Händlern. Doch einerseits kann man davon ausgehen, dass die von einem erfahrenen Anbieter selbst installierten Komponenten zuverlässiger kooperieren als ein individuell zusammengestöpseltes System, und andererseits amortisieren sich Service-Aufpreise sehr rasch, wenn ein Defekt schon nach wenigen Stunden von einem Dienstleister behoben wurde und die Kollegen weiterarbeiten können.
Um die potenziellen Vorzüge eines Servers mit professionellem Support ausnutzen zu können, sollte man aber auch tatsächlich nur die vom Hersteller offerierten Komponenten nutzen; das gilt auch für das Server-Betriebssystem. Schließlich kann nur eine geschulte und erfahrene Service-Kraft rasch helfen – je individueller die Konfiguration, umso schwieriger die Fehlersuche. Außer für die zahlreichen Windows-Server-Versionen sind viele Server auch für Red Hat Enterprise Linux (RHEL) oder Suse Linux Enterprise Server (SLES) zertifiziert.
Die Frage nach dem Hauptprozessor lässt sich nicht allgemein beantworten. Je nach Art und Konfiguration der Server-Software sowie in Abhängigkeit der Nutzungsweise und Anforderungen an den Server arbeitet möglicherweise schon schwachbrüstige Hardware mit zufriedenstellender Geschwindigkeit. Wenn aber weitere Server-Applikationen hinzukommen oder etwa hohe Datentransferraten auf ein via Gigabit-Ethernet angebundenes RAID erwünscht sind, dann sollte es vielleicht schon ein etwas flotterer Dual-Core-Prozessor sein. (ciw) (ciw)