UMTS statt DSL-Bündelung
Ich arbeite an einem von zu Hause 120 Kilometer entfernten Standort eines Kunden in der Softwareentwicklung. Ein Umzug kommt aus familiären Gründen nicht in Frage, deshalb pendle ich. Zeitweise könnte ich daheim arbeiten, verbunden per VPN mit dem Server des Kunden, aber hier auf dem Lande erreicht uns DSL mit lediglich 1500 kBit/s. Ich habe daher bei der Telekom wegen DSL-Leitungsbündelung angefragt. Nach vielen Anläufen hat sich nun zwar erstmals ein Telekom-Mitarbeiter zurückgemeldet, doch zur Leitungsbündelung gab er keine verbindliche Auskunft. Gibt es andere Provider, die einen solchen Dienst anbieten?
Ich arbeite an einem von zu Hause 120 Kilometer entfernten Standort eines Kunden in der Softwareentwicklung. Ein Umzug kommt aus familiären Gründen nicht in Frage, deshalb pendle ich. Zeitweise könnte ich daheim arbeiten, verbunden per VPN mit dem Server des Kunden, aber hier auf dem Lande erreicht uns DSL mit lediglich 1500 kBit/s. Ich habe daher bei der Telekom wegen DSL-Leitungsbündelung angefragt. Nach vielen Anläufen hat sich nun zwar erstmals ein Telekom-Mitarbeiter zurückgemeldet, doch zur Leitungsbündelung gab er keine verbindliche Auskunft. Gibt es andere Provider, die einen solchen Dienst anbieten?
Es gibt nur wenige Anbieter, die DSL-Leitungen mittels Multilink-PPP bündeln und so die Gesamtdatenrate erhöhen. Dazu gehören KGT New Media, Portunity und RH-Tec; alle setzen DSL-Anschlüsse der Telekom voraus. Allerdings liegen die Preise wegen der Ausrichtung auf Geschäftskunden meist hoch. Zum Beispiel zahlt man bei KGT monatlich 101,15 Euro für 50 GByte Übertragungsvolumen; hinzu kommen die DSL-Anschlusskosten der Telekom (www.k-dsl.de).
Möglicherweise eignet sich für Ihre Zwecke eine UMTS-Anbindung besser. Je nach Standort, Provider und Zellenauslastung sind sogar höhere Datenraten als bei langen DSL-Leitungen möglich. Der Mobilnetzbetreiber T-Mobile hat sein Netz mittlerweile überwiegend mit dem Turboverfahren HSDPA ausgerüstet (High Speed Downlink Packet Access) und liefert so derzeit maximal 7,2 MBit/s. Mit HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) sind zurzeit an manchen Basisstationen in Senderichtung bis zu 2 MBit/s möglich, während ADSL2+ nicht mehr als 1 MBit/s erreicht. Ähnlich langsam geht es bei Vodafone zu; die meisten Basisstationen liefern bisher maximal 1,4 MBit/s. Manche werden derzeit auf die nächste HSUPA-Entwicklungsstufe von 2 MBit/s aufgerüstet. Entsprechende USB-Sticks und PC-Cards für den Betrieb an PCs oder auch an speziell ausgelegten Routern gibt es zum Beispiel von Huawei oder Option. (dz) (dz)