Preiswerte Druckkopfreparatur

Mein Canon-Drucker i865 druckt kein Gelb mehr. Mehrere Intensivreinigungen per Druckertreiber, der Austausch aller Patronen und zuletzt eine Druckkopfreinigung in 70-prozentigem Isopropylalkohol haben nichts gebracht. Befindet sich die Gelb-Patrone allein im Druckkopf, wird die Farbe problemlos gedruckt. Setze ich die übrigen Patronen wieder ein, fehlt das Gelb in den Ausdrucken. Die Ferndiagnose des Canon-Service lautet: defekter Druckkopf. Dessen Austausch kostet aber mindestens 60 Euro. Gibt es eine günstigere Lösung?

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Von
  • Ralf Nebelo

Mein Canon-Drucker i865 druckt kein Gelb mehr. Mehrere Intensivreinigungen per Druckertreiber, der Austausch aller Patronen und zuletzt eine Druckkopfreinigung in 70-prozentigem Isopropylalkohol haben nichts gebracht. Befindet sich die Gelb-Patrone allein im Druckkopf, wird die Farbe problemlos gedruckt. Setze ich die übrigen Patronen wieder ein, fehlt das Gelb in den Ausdrucken. Die Ferndiagnose des Canon-Service lautet: defekter Druckkopf. Dessen Austausch kostet aber mindestens 60 Euro. Gibt es eine günstigere Lösung?

Zunächst raten wir von solchen Reinigungsexperimenten mit jeglicher Chemie ab, weil sie eher schaden als nützen. Wenn ein bis zwei der Intensivreinigungen per Druckersoftware nichts nützen, ist der Fehler ohnehin nicht über die teuren Reinigungen zu beseitigen. Der Ausfall ganzer Farben – wie hier bei Gelb – spricht eher für fehlenden Tintennachfluss als für verstopfte oder gar defekte Düsen. Die Ursache liegt hier meist in einer nicht richtig geöffneten Lüftung der Patrone (siehe c't 26/08, S. 204) oder im schlechten Kontakt zwischen dem Tintenauslass der Patrone und dem Ansaugstutzen des Druckkopfes. In beiden Fällen kann die Tinte nicht richtig nachfließen.

Letzteres tritt oft bei schlecht gefertigten Nachbaupatronen auf, deren Spritzgussgehäuse nicht richtig auf den Druckkopf passen. Hier kann man durch ein passend zurechtgeschnittenes Stück Topfschwamm (Materialwert: 20 Cent), das man bei vielen Canon-Druckern zwischen Patronen und Druckkopfhalterung positionieren und mit der Halteklammer komprimieren kann, den Anpressdruck auf die Patronen erhöhen. Eine Garantie dafür, dass das klappt, gibt es nicht. Ins Auge fassen muss man auch eine inkompatible Passform des Tintenauslasses an der Patrone selbst, die unter Umständen vorsichtig mit dem Teppichmesser passend geschnitzt werden muss. ()