Freier Plattenplatz schwindet
Ich bin erst vor kurzer Zeit von Windows XP auf Windows Vista umgestiegen und beobachte seitdem, dass die auf Laufwerk C gespeicherte Datenmenge jeden Tag um mehrere GByte wächst. Wenn ich den Platzbedarf aller einzelnen Ordner, inklusive der versteckten, sowie der Systemdateien addiere, komme ich auf widersprüchliche Werte. Woran liegt das?
- Karsten Violka
Ich bin erst vor kurzer Zeit von Windows XP auf Windows Vista umgestiegen und beobachte seitdem, dass die auf Laufwerk C gespeicherte Datenmenge jeden Tag um mehrere GByte wächst. Wenn ich den Platzbedarf aller einzelnen Ordner, inklusive der versteckten, sowie der Systemdateien addiere, komme ich auf widersprüchliche Werte. Woran liegt das?
Dass der freie Platz auf der Festplatte scheinbar täglich deutlich schrumpft, liegt vermutlich an den Schattenkopien, die Windows Vista für die Systemwiederherstellung aufbewahrt und unsichtbar im Verzeichnis „System Volume Information“ eines Laufwerks deponiert. Standardmäßig sieht Vista 15 Prozent der Gesamtkapazität eines Laufwerks für Schattenkopien vor, der tatsächlich belegte Speicherplatz wächst aber erst im Laufe der Zeit. Ist der reservierte Speicher voll, löscht Windows Vista automatisch die ältesten Wiederherstellungspunkte (siehe auch c't 15/07, S. 98).
Den tatsächlichen Platzbedarf für die Systemdateien von Windows Vista zu ermitteln ist zudem nicht so einfach. Der Windows Explorer kommt beim Zusammenzählen der Ordner zu einem falschen Ergebnis, denn viele Dateien tauchen über Hard-Links an verschiedenen Stellen im Dateisystem auf, belegen aber nur einmal Platz auf der Platte. Mit der Software ctTrueSize lässt sich die wahre Größe ermitteln (siehe auch c't 1/08, S. 180).
www.ctmagazin.de/0910156 (kav)