Monitorsignal erfassen
Zur Dokumentation und für Bedienungsanweisungen muss ich häufig die Bildschirmausgabe von Computern und anderen Geräten mit analogem VGA-Ausgang (und teilweise digitalem DVI-Ausgang) erfassen. Nicht immer kann ich dabei per Software Screenshots anfertigen, etwa vom BIOS-Setup. Das Abfotografieren eines Displays ist mir wiederum zu mühsam. Kennen Sie noch andere Möglichkeiten, Bildschirminhalte als Bild abzuspeichern – möglichst auch von digital angebundenen Displays?
Zur Dokumentation und für Bedienungsanweisungen muss ich häufig die Bildschirmausgabe von Computern und anderen Geräten mit analogem VGA-Ausgang (und teilweise digitalem DVI-Ausgang) erfassen. Nicht immer kann ich dabei per Software Screenshots anfertigen, etwa vom BIOS-Setup. Das Abfotografieren eines Displays ist mir wiederum zu mühsam. Kennen Sie noch andere Möglichkeiten, Bildschirminhalte als Bild abzuspeichern – möglichst auch von digital angebundenen Displays?
Ja, aber leider nur vergleichsweise teure. Die kanadische Firma Epiphan etwa fertigt sogenannte VGA-Framegrabber, die das analoge Bildsignal digitalisieren und per USB an einen anderen PC weiterleiten. Die einfachste Ausführung VGA2USB ist bei den deutschen Distributionspartnern für rund 280 Euro erhältlich, die Bildwiederholrate bricht aber bei höheren Display-Auflösungen stark ein, nämlich bei SXGA (1280 x 1024) auf unter sechs Frames/Sekunde (fps). Laut Screenshots auf der Epiphan-Webseite ist die Darstellungsqualität von Einzelbildern aber recht ordentlich. Schnellere oder DVI-taugliche Ausführungen des Gerätes kosten mindestens das Doppelte; sind gleichzeitig hohe Auflösungen nötig, überschreiten die Preise 1000 Euro deutlich.
Alternativ eignen sich sogenannte KVM-over-IP-Adapter, die eigentlich zur Fernbedienung von Computern – besonders Servern – via LAN und Internet gedacht sind; die Abkürzung KVM steht für Keyboard, Video, Mouse. Firmen wie Avocent, Belkin, Claxan, Minicom oder Raritan stellen solche Adapter her, die das VGA-Signal digitalisieren, komprimieren und (meistens auch verschlüsselt) via Netzwerk übertragen. Die Preise beginnen bei etwa 450 Euro; solche billigeren Geräte unterstützen aber nur geringe Auflösungen, Farbtiefen und Bildwiederholraten. DVI-taugliche KVM-oder-IP-Adapter kosten deutlich über 1000 Euro.
Für Screenshots von DOS-Programmen dient sich auch Virtualisierungssoftware wie Microsofts Virtual PC oder Suns VirtualBox an. Diese Programme bilden via Software einen kompletten „PC im PC“ nach, sodass man ein zweites Betriebssystem in einem Fenster auf dem Windows-Desktop laufen lassen kann. Von diesem Fenster kann man dann einen Screenshot anfertigen, etwa mit Alt+Druck.
www.ctmagazin.de/0912138 (ciw)