Schnelles Herunterfahren

Wenn ich auf meinem Windows XP in Antispy die Einstellung „Schnelles Herunterfahren“ setze, merkt sich die Registry (Schlüssel: HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\ControlSet001\Control\WaitToKillServiceTimeout) diese Einstellung nicht.

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Wenn ich auf meinem Windows XP in Antispy die Einstellung „Schnelles Herunterfahren“ setze, merkt sich die Registry (Schlüssel: HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\ControlSet001\Control\WaitToKillServiceTimeout) diese Einstellung nicht.

Sie sollten den Wert besser so lassen, wie er ist. Die immer wieder irgendwo nachzulesende Behauptung, dass das Heruntersetzen des Wertes eine „Verbesserung“ darstelle oder das System beschleunige, ist grober Unfug: Vor dem Herunterfahren des Systems müssen alle laufenden Programme und Dienste beendet werden. Windows sendet ihnen dafür ein Signal und räumt ihnen eine gewisse Zeitspanne ein, sich zu beenden – erst wenn sie „Fertig!“ melden, fährt Windows herunter. Sollte das jedoch nicht in einer festgelegten Zeitspanne passieren, geht Windows davon aus, dass der Prozess hängt und schießt ihn ab. Und diese Zeitspanne legen „WaitToKillAppTimeout“ und „WaitToKillServiceTimeout“ fest.

Das kann jedoch nur helfen, wenn ein Programm wirklich abgestürzt ist. Sollte jedoch eines noch damit beschäftigt sein, Daten zu sichern, kann so ein verfrühter Abschuss fatal enden – schlimmstenfalls droht Datenverlust – und der kostet Sie letztlich weit mehr Zeit, als Sie durch die paar beim Herunterfahren eingesparten Sekunden jemals gewinnen können.

Falls also wirklich ein Programm/Dienst/Treiber abstürzt und damit das Herunterfahren verzögert, sollten Sie das Problem suchen: Prüfen Sie, ob es eine aktuellere Version oder einen Patch gibt und verwenden Sie als Treiber möglichst nur solche, die über das Windows Update bereitstehen. (axv)