Sonnenbrand: Sonnet bietet wieder Flatrate an
Nachdem Sonnet in den letzten Tagen allen Vielsurfern gekündigt und einen Anmeldestopp verhängt hatte, kann man sich jetzt wieder für eine Flatrate zum Preis von 79 Mark anmelden.
Nachdem Sonnet in den letzten Tagen allen angeblichen Vielsurfern gekündigt und einen Anmeldestopp verhängt hatte, kann man sich jetzt wieder für eine Flatrate zum Preis von 79 Mark anmelden. Auch allen Neukunden droht aber, dass sie bei zu langer Nutzung des Zugangs als Poweruser eingestuft werden und ihnen der Flatrate-Vertrag gekündigt wird. Diese Einstufung als Poweruser erfolgt allerdings nach Angaben von Sonnet-Sprecherin Anya Elis "flexibel": Es weiß also kein Kunde so genau, ab wann er betroffen sein wird. Es sollen laut Elis hierzu aber demnächst genauere Informationen veröffentlicht werden.
Elis räumte gegenüber c't ein, dass das Flatrate-Angebot auch weiterhin ein Verlustgeschäft sein wird. Ihren Angaben zufolge verdient Sonnet vor allem an weiteren Service-Angeboten und biete die Flatrate quasi als Goodie an, damit auch möglichst viele Surfer die Sonnet-Angebote nutzen können. Gleichzeitig forderte sie die Regulierungsbehörde auf, dafür zu sorgen, dass die Telekom auch den Anbietern Pauschal-Tarife offeriert. Bisher müssen auch die Flatrate-Provider für die Durchleitung Minutenpreise an den Rosa Riesen zahlen, sodass gerade Vielsurfer schnell zu einem Verlustgeschäft für einen solchen Anbieter werden.
Während der Zeit des Anmeldestopps hatte Sonnet all jenen Kunden gekündigt, die den Internet-Zugang per Flatrate angeblich als Standleitung "missbraucht" haben oder aber wegen vermeintlicher Mehrfacheinwahlen und Kanalbündelung aufgefallen sind. Allerdings haben sich bei der c't mehrere Leser gemeldet, denen Sonnet eine Mehrfacheinwahl vorwirft, obwohl sie nur über eine analoge Einwahl per Modem verfügen. Sonnet-Sprecherin Anya Elis schließt Fehler bei den Kündigungen jedoch aus. Zwar sei niemand unfehlbar, aber durch die Log-Files habe Sonnet die Beweise Schwarz auf Weiß, und diese stünden gegen das Wort des Kunden. (axv)