US-General: Soldaten mĂĽssen von Smartphones loskommen
Der modernen Gesellschaft erleichtert Technik in vielerlei Hinsicht das Leben. Bei Soldaten kann es aber genau anders herum sein, warnt ein US-General. Die allgegenwärtigen Smartphones beispielsweise könnten von Gegnern geortet werden.
Wird das Leben der US-Marines zu angenehm, könnte das gefährlich werden.
Der Kommandant des United States Marine Corps fürchtet, seine Soldaten und Soldatinnen hätten sich zu sehr an moderne Technik wie Smartphones gewöhnt und könnten damit Einsätze gefährden. Wie CNN berichtet, erklärte Robert Neller auf einer Konferenz in Washington, es habe bereits Übungen der Marines gegeben, in denen Smartphones die Position von Einheiten an Feinde hätten verraten können. Auch wenn es lächerlich klinge, müsse man vor militärischen Übungen die Teilnehmer bitten, ihre Smartphones zurückzulassen. Es müsse dann einfach mal klargestellt werden, dass es für eine Weile eben keine 75 Kurznachrichten pro Tag gibt.
KriegsfĂĽhrung ohne moderne Technik
Neller ergänzte demnach, dass es bei der US-Marine inzwischen wieder als wichtig angesehen werde, das eigene Handwerk ohne Rückgriff auf moderne Elektronik zu meistern. Das wurde lange für unnötig gehalten, aber damals hatten die Gegner eben auch keine Störsender und konnten das elektromagnetische Spektrum nicht analysieren. So werde an der Naval Academy wieder die Navigation nach dem Sternenhimmel gelehrt. Außerdem müsse wieder Wert darauf gelegt werden, dass sich Soldaten richtig tarnen und ihre bequemen Lager hinter sich lassen. Und es müsse eben auch die persönliche Nutzung von Elektronik eingeschränkt werden, denn was – fragt Neller – hat die größte elektromagnetische Signatur in der Zentrale der Marines? "Die Quartiere" (mho)