Fahrvermittler Blablacar geht gegen Konkurrenten vor
Blablacar hat juristische Schritte eingeleitet, um den Konkurrenten von der Behauptung abzuhalten, Blablacar betreibe Klickbetrug. Fahrgemeinschaft.de gibt sich zuversichtlich.
So fidel sieht für Blablarcar eine Fahrgemeinschaft aus.
(Bild: Blablacar)
Der Fahrdienstvermittler Blablacar will Fahrgemeinschaft.de abmahnen. Der Konkurrent habe die unwahre Behauptung aufgestellt, Blablacar betreibe Klickbetrug. Diese solle er künftig unterlassen, daher habe Blablacar rechtliche Schritte eingeleitet, berichtet das Handelsblatt.
Fahrgemeinschaft.de hatte vor einer Woche die Vermutung aus Diskussionforen wiedergegeben, "dass BlaBlaCar scheinbar selbst virtuelle Nutzerprofile fabriziert, die automatisiert andere Profile auf der Plattform besuchen". Mit Fake-Profilen und Bots werde möglicherweise vorgetäuscht, dass die Nutzerzahlen steigen. "In Realität scheint die Nutzeraktivität bei BlaBlaCar sowie die Anzahl der Mitfahrvermittlungen jedoch deutlich zurückgegangen zu sein."
Fahrgemeinschaft.de gibt sich zuversichtlich
Fahrgemeinschaft.de, das zusammen mit dem ADAC die Portale Fahrgemeinschaft.de, ADAC-Mitfahrclub.de und Pendlernetz.de betreibt, verzeichne hingegen ungefähr eine Verdreifachung der täglichen Nutzerzahlen, bei steigender Tendenz. Fahrgemeinschaft.de verweist laut Handelsblatt darauf, nicht selbst die Behauptungen aufgestellt zu haben, sondern nur die Ansichten von Nutzern wiedergegeben zu haben. Ein mögliches Gerichtsverfahren fürchte es nicht.
Hintergrund des Konflikts ist, dass das vorher kostenlose Blablacar vor kurzem Gebühren eingeführt hat. Zuvor schon konnten die Blablacar-Nutzer nicht mehr bar bezahlen. Fahrten können nur noch im Voraus per Kreditkarte, Paypal oder Sofort-Überweisung bezahlt werden. So müssen potenzielle Mitfahrer eine Menge Daten abgeben und lernen erst nach dem Bezahlen ihren Fahrer kennen.
Siehe dazu auf Telepolis:
(anw)