Horizon Zero Dawn: Sony remixed Genres zum Hit mit Serien-Potenzial
Gut geklaut ist halb gewonnen: Horizon bedient sich vieler Elemente aus der Steinzeit, von Roboter-Tieren und Open-World-Rollenspielen. Das hat großes Potential für eine erfolgreiche Spiele-Serie.
(Bild: Sony)
Was unterscheidet die PS4 von ihrem Vorgänger, der PS3? Sony dominiert mit ihr zwar den Markt und verkauft deutlich mehr Geräte. Bislang konnten die Japaner auf der PS4 aber noch keine neue, originelle Spiele-Marke etablieren, die wie zuletzt "Uncharted" das Zeug hat, über zehn Jahre lang Hits in Serie zu produzieren. Mit "Horizon" hat das konzerneigene Studio Guerrila jedoch nun einen Kandidaten für den nächsten heißen Dekaden-Hit in der Mache. Der Untertitel "Zero Dawn" legt nahe, dass hier bereits Fortsetzungen angedacht sind.
Die niederländischen Produzenten, bekannt geworden durch Killzone, mischen in Horizon verschiedene Genres miteinander: Eine offene Welt wie in "Far Cry", Dialoge, Missions- und Rollenspielelemente ähnlich wie in "The Witcher", Jagd- und Tierkämpfe aus "Monster Hunter" gemischt mit Science-Fiction à la "Transformers".
Steinzeit-Sci-Fi-Remix
Doch so wild diese Mixtur auch klingt, scheint sie erstaunlich gut zu funktionieren. Das zeigte eine erste ausgiebige Spiele-Session auf der Gamescom in Köln. Der Spieler steuert eine junge Kämpferin namens Aloy. Sie wurde von ihrem Stamm verstoßen. In ihrer post-apokalyptischen Welt ziehen Mech-Tiere wie Dinosaurier über das Land. Richtige Tiere sind derweil selten geworden.
(Bild: Sony)
Aloy reist zwischen Dörfern und Stützpunkten frei umher und besorgt sich Missionen. So fällt den Bewohnern auf, dass die Mech-Tiere in letzter Zeit deutlich aggressiver geworden sind, was mit einem merkwürdigen schwarzen Schleim zusammenhängen könnte, der den Elektroviechern aus den Nüstern rinnt.
Also macht sich Aloy auf, die Ursache zu finden. Mit Hightech-Bogen, Harpunen und Granaten bewaffnet, geht sie in der dicht bewachsen Umgebung auf die Jagd, um sich die nötigen Elektro-Ressourcen zu besorgen. Die Mech-Tiere ziehen zuweilen in Herden umher. Manche von ihnen sind scheu, andere angriffslustig. Um sie zu erlegen, kann Aloy sie mit Brandpfeilen beschießen oder mit den Seilen ihrer verschossenen Harpunen am Boden fesseln. Jedes Tier hat dabei andere Schwachpunkte, einige können sich sogar mit Energieschilden schützen oder mit Laser-Waffen wehren. Andere lassen sich hacken, sodass sie zutraulich werden und sich reiten lassen.
Fordernde Jagdszenen
Die Kämpfe der Demo sind anspruchsvoll. Stets muss sich Aloy vorsichtig aus dem Hinterhalt anschleichen, damit die Mech-Saurier sie nicht wittern. Im Kampf erweisen sich einige als überaus zäh, sodass es mehrere Minuten dauert, bis sie gefesselt oder erledigt sind. Stirbt Aloy im Kampf, was bei einigen großen Tieren schnell passiert, geht es ohne große Verzögerung vom letzten automatischen Speicherpunkt weiter.
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Steuerung und Balance machen schon jetzt einen ebenso guten Eindruck wie die üppige Landschaft im Spiel. Die Welt von Horizon wirkt so faszinierend und vielschichtig, das es viel zu schade wäre, sie nur für ein einziges Spiel zu "verschwenden". Man darf hoffen, dass die Autoren der Geschichte von Horizon ebenso gewieft sind wie die Grafiker, Spieldesigner und Techniker. Denn wenn all diese Elemente passen (und danach sieht es derzeit aus), dann könnte Horizon ein ähnlich großes Ding werden wie vor acht Jahren Ubisofts Erfolgsserie "Assassin's Creed". Am 1. März 2017 kommt das Spiel in Europa für PS4 auf den Markt. (hag)