Gamescom

Space Hulk: Deathwing – schwer gerüstet auf dem Geisterschiff

Wer gemeinsam brachiale Schusswechsel erleben will – warum nicht vor dem atmosphärereichen Hintergrund des Warhammer-40k-Universums? "Deathwing" setzt das Sci-Fi-Brettspiel "Space Hulk" erneut um, diesmal als grafisch opulenten First-Person-Shooter.

vorlesen Druckansicht 4 Kommentare lesen
Klerikale Magie trifft Science-Fiction

Klerikale Magie trifft Science-Fiction: Die eigentümlich-düstere Atmosphäre, die schwer gepanzerten Krieger, der gigantisch wirkende Schauplatz – all das trägt zum speziellen Reiz des Space-Hulk-Hintergrunds bei.

Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Stephan Greitemeier

Es war einmal ein strategisches Zwei-Personen-Brettspiel des britischen Herstellers Games Workshop: Den Schauplatz des 1989 erschienenen "Space Hulk" bildeten Raumschiffwracks und regelrechte kosmische Schrottplätze (eben "Space Hulks"). Als Hintergrund diente das Universum des Brettspielsystems "Warhammer 40.000" vom selben Hersteller. Die erste Computerumsetzung erschien bereits 1993 als Echtzeit-Taktikspiel. Zwanzig Jahre später erblickte ein gleichnamiges rundenorientiertes Taktikspiel das Licht des Computerspielemarkts. Noch einmal drei Jahre später [–] nämlich 2016 – soll ein First-Person-Shooter auf Grundlage der Unreal Engine 4 der alten Tabletop-Lizenz zu neuem Glanz verhelfen. Zwei französische Spieleschmieden arbeiten für "Death Wing" zusammen: das Streum On Studio und die Altmeister von Cyanide ("Chaos League"). Als Publisher tritt Focus Home Interactive auf.

Das Geisterschiff, das man bei "Deathwing" durchstreift, ist kein Vorzeige-Raumschiff à la Star Trek, sondern sichtbar verrottet und schwer lädiert.

(Bild: Focus Home Interactive)

Die Welt von Warhammer 40k liefert einen eindrucksvollen und ergiebigen Rahmen für Kampfhandlungen. Der Spieler agiert in einem düsteren Universum, in dem religiöse Fanatiker sich mit Hilfe eines ausgefeilten Systems von Fähigkeiten ihren Gegnern entgegenstellen.

Der Spieler steuert einen "Bibliothekar", eine besondere Kämpferklasse der gepanzerten Kleriker. Parapsychologische Talente spielen eine wichtige Rolle bei den stattfindenden Auseinandersetzungen. Auf dem Weg durch ein gewaltiges Geisterschiff trifft die Vierertruppe des Helden auf Horden von Monstern, die wie ein Schwarm agieren.

Mit Effekten wird bei der Darstellung der abwechslungsreichen Feuergefechte nicht gegeizt. Die Unreal Engine 4 lässt sich nicht lumpen.

(Bild: Focus Home Interactive)

"Space Hulk: Death Wing" ist als kooperativer Multiplayer-Shooter angelegt. Vier Spieler lenken das Quartett der Bibliothekare. Bei Einzelspieler-Partien übernimmt der Computer drei der Figuren – diese lassen sich individuell anpassen und der Solospieler kann ihnen Befehle erteilen. Die sakrale Atmosphäre des Geisterschiffes wirkt in der Demo, die auf der Gamescom in Köln erlebbar ist, fantastisch. Nah- und Fernkampf sind ausgesprochen wuchtig und packend gestaltet. Die gesamte Kampagne wird 15 Stunden umfassen.

Fraglich ist, ob die gesichtslosen Gegner auf Dauer eine reizvolle Herausforderung bilden. Rein visuell kann "Death Wing" selbst Titeln wie dem 2016er "Doom" das Wasser reichen. Ab November des laufenden Jahres sollen Windows-PC-Spieler sich selbst davon überzeugen können.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes Video (TargetVideo GmbH) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (TargetVideo GmbH) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

(psz)