Mutig, Sony: Launch-Titel fĂĽr Playstation VR angespielt
Am 13. Oktober kommt Sonys Playstation VR in den Handel. Zum Start wird es Dutzende von Titeln geben; viele davon mutig, ambitioniert und übelkeitsfördernd. Unter anderem haben wir Until Dawn: Rush of Blood, Rigs, VR Worlds und Here They Lie angespielt.
Zum Start von Sonys Virtual-Reality-Headset Playstation VR am 13. Oktober werden deutlich mehr Titel erhältlich sein als bei bisherigen Konsolen-Launches. Wir rechnen mit rund 20 Produktionen, Sony feilt jedoch noch an der detaillierten Aufstellung. Bis Ende des Jahren sollen über 50 VR-Titel erscheinen, die übrigens allesamt auf der konventionellen Playstation 4 laufen werden, wie Sony betont. Zu Details zur vieldiskutierten "Neo"-Konsole wollte sich der Hersteller noch nicht äußern.
Wir konnten viele der Start-Titel bereits anspielen und waren nicht nur von der großen Vielfalt, sondern vor allem von Sonys Mut überrascht: Statt Massenware gibt es etliche künstlerisch ziemlich ambitionierte Produktionen wie Bound, Rez Infinite oder Super Hyper Cube. Im Vergleich zur Konkurrenz von HTC/Valve und Oculus steht Sony damit glänzend dar.
Angespielt: Spiele fĂĽr Playstation VR (5 Bilder)

Der polnische Entwickler Plastic hat seine Wurzeln ĂĽbrigens in der Demo-Szene.
Bound ist bereits erhältlich, zurzeit kann man es allerdings nur in der konventionellen 2D-Variante spielen. Die VR-Option kommt vermutlich per kostenlosem Update.
(Bild: Sony
)
Sony hat keine Angst vor Simulatorkrankheit
Sony hat offenbar auch keine Angst davor, VR-Anfängern in die Simulatorkrankheit zu schicken: Titel wie Rigs und Here They Lie können schnell auf den Magen schlagen. Sony ist das durchaus bewusst: "Wir stellen uns das wie einen Freizeitpark vor, das ist für uns die beste Analogie", so Simon Benson gegenüber heise online.
Benson arbeitet als Leiter der "Worldwide Studios Immersive Technology Group" und berät unter anderem Entwickler von VR-Spielen. "Wenn man in einen Freizeitpark geht, kann man ganz harmlose Sachen machen, wie zum Beispiel mit der langsamen Parkbahn fahren. Aber man kann auch in gruselige Achterbahnen gehen", so Benson: Menschen ticken unterschiedlich und wollen unterschiedliche Dinge. Wichtig sei, dass man die Unterschiede deutlich kommuniziert. Wie diese Kommunikation genau aussehen wird, konnte Benson uns jedoch noch nicht mitteilen, ein Komfort-Bewertungssystem wie bei Oculus gibt es bislang nicht.
Das Playstation-VR-Headset soll 399 Euro kosten, die benötigte Playstation Camera und die optionalen Move-Controller werden jedoch nicht mitgeliefert. Ob es das in den USA bereits angekündigte Bundle mit Kamera, Move-Controllern und VR-Worlds-Spiel auch hierzulande geben wird, ist noch unklar.
(jkj)