Torment: Tides of Numenera – Fantastisches in ferner Zukunft
In einer Milliarde Jahren präsentiert die Welt sich immer noch in Schrägdraufsicht und besteht vorrangig aus finsteren Höhlen – so könnten oberflächliche "Numenera"-Betrachter meinen. Tatsächlich hat das Rollenspiel von inXile aber einiges auf dem Kasten.
Eine unglaublich lange Zeitspanne hat auf der Erde die absonderlichsten Umgebungen und Artefakte entstehen lassen. Es liegt nahe, dass es da von ĂĽberraschenden Funden und Begegnungen nur so wimmelt.
(Bild: InXile)
Die Spieleschmiede InXile von Entwicklerlegende Brian Fargo gibt auf der Gamescom erste Einblicke in "Torment: Tides of Numenera", ein komplexes Science-Fiction-Fantasy-Rollenspiel. Es bildet den ideellen Nachfolger des 1999 erschienenen und zum Kult avancierten "Planescape: Torment". Das auf der Unity-Engine beruhende neue Spiel ist Ergebnis einer ĂĽberaus erfolgreichen Kickstarter-Kampagne, die InXile 4 Mio US-Dollar eingebracht hat.
(Bild:Â InXile)
Die Handlung ist in einer Zukunft angesiedelt, die eine Milliarde Jahre von unserer Gegenwart entfernt ist. In dieser gewaltigen Zeitspanne hat die gute alte Erde Aufstieg und Fall vieler menschlicher und nichtmenschlicher Zivilisationen gesehen. Jede hinterließ ihre Maschinen und Artefakte, die für die Nachgeborenen mehr Magie als Technologie sind. Es gibt kaum etwas, das einem unter diesen Umständen nicht unvermittelt begegnen könnte.
In transdimensionalen Schnecken von der Größe einer Stadt siedelten sich Menschen an. Man führt angeregte Unterhaltungen mit Toten. Erinnerungsmanipulationen können die Vergangenheit verändern und Roboterbabys werden geboren.
(Bild:Â Stephan Greitemeier)
Die Entwickler versprechen maximale Handlungsfreiheit und außergewöhnliche Welten. "Tides of Numenera" soll etwa 90 fantastische Umgebungen bieten, von der Tempelanlage bis zum Raumschiff. Mitsamt Nebenquests soll es einen Umfang von 80 Spielstunden erreichen.
Als Erscheinungstermin nennt Colin McComb, seines Zeichens Creative Lead bei InXile, das erste Quartal 2017. Als Plattformen sind Windows, Mac und Linux vorgesehen. (psz)