HP Pavilion Wave und Elite Slice: Desktop-PCs mal anders
Den Desktop-PC Pavilion Wave verpackt HP quasi in eine Lautsprecherbox, der kompakte Business-PC HP Elite Slice lässt sich mit Modulen erweitern.
HP Pavilion Wave: Kompakter Desktop-PC mit Lautsprechertechnik von B&O
(Bild: HP)
Im schrumpfenden Segment der Desktop-PCs versucht es Marktführer HP jetzt mit ungewöhnlichen Bauformen: Der Pavilion Wave sieht aus wie eine Lautsprecherbox und funktioniert auch als solche, der Business-PC Elite Slice ist besonders kompakt und trotzdem erweiterbar.
Beide neuen Rechner nutzen Prozessoren aus Intels noch aktueller Skylake-Generation für Desktop-Rechner, allerdings nur sparsame, langsamere 35-Watt-Varianten wie Core i3-6100T, Core i5-6500T und Core i7-6700T. Das mindert den Aufwand für Stromversorgung und Kühlung und eröffnet mehr Spielraum bei der Gehäusegestaltung. Das wiederum nutzt HP beim Pavilion Wave, um ihn in Kooperation mit Bang & Olufsen (B&O) in einen angeblich gut klingenden Mono-Lautsprecher zu verwandeln. Der oben angebrachte Reflektordeckel soll für gute Abstrahlung des Klangs sorgen. Auch Mikrofone sind eingebaut, etwa um die Sprachassistentin Microsoft Cortana zu anzuquatschen.
Im Wesentlichen nutzt HP die Funktionen der Intel-Skylake-Plattform, fĂĽgt also etwa keinen USB-3.1-Hostadapter hinzu. In der teuersten Version des Pavilion Wave steckt der AMD-Mobilgrafikchip Radeon R9 M470 mit 2Â GByte Grafikspeicher, alle anderen neuen PCs arbeiten mit Intels HD Graphics. DarĂĽber steuern sie jeweils bis zu zwei 4K-Displays an, davon eines dank DisplayPort auch mit 60Â Hz Bildwiederholfrequenz.
Ab September kann man einen HP Pavilion Wave mit Core i3 und Festplatte fĂĽr 666Â Euro kaufen, Versionen mit Core i5, i7, SSD und Grafikchip sind teurer. Die Preise des Elite Slice beginnen bei 685Â Euro.
Ein-Kabel-Anschluss
(Bild:Â HP)
Beim Büro-Mini Elite Slice hat sich HP einige weitere Besonderheiten einfallen lassen. Er lässt sich dank VESA-Montageplatte nicht bloß hinter Displays befestigen als Quasi-All-in-One-System, sondern auch modular mit weiteren Einheiten erweitern. So gibt es etwa eine Zusatzscheibe (Slice) mit einem optischen Laufwerk und eine mit einem Lautsprecher und Mikrofonen für VoIP und Videokonferenzen. Das soll auch mit mehreren Personen in einem Raum gut funktionieren. In einer optionalen Abdeckplatte sind Bedienelemente für die Kommunikationssysteme Skype for Business oder Intel Unite integriert.
Die einzelnen Slices lassen sich einfach aneinanderklicken und kommunzieren über USB Typ C. Die Vorteile von Typ C nutzt HP auch für eine Ein-Kabel-Verbindung zum Monitor EliteDisplay S240uj: Der erhält darüber nicht nur Video- und Audiosignale vom Elite Slice, sondern versorgt den PC in Gegenrichtung auch mit Strom. (ciw)