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Tile Slim ausprobiert: Der Bluetooth-Dinge-Finder, der dünn genug fürs Portemonnaie ist

Der Bluetooth-Findehelfer Tile Slim passt mit seinen 2,4 Millimetern problemlos in die Geldbörse. Problematisch: Die Position wird permanent an die Server gefunkt. Wir haben den Tracker für Vergessliche ausprobiert.

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Tile Slim ausprobiert: Der Bluetooth-Dinge-Finder, der dünn genug fürs Portemonnaie ist

Der konventionelle Tile (links) kommt mit Loch, die Slim-Version passt ins Kartenfach der Geldbörse.

(Bild: heise online / jkj)

Lesezeit: 2 Min.

Tile ist einer der Veteranen auf dem Markt der Bluetooth-Tracker – also kleinen Anhängern, die man an Objekte hängt, die man häufig sucht. Per Smartphone kann man dann ein Tonsignal im Tile-Anhänger aktivieren. Seit 2014 gibt es die Ur-Version des Tile, das sich allerdings mit einer Dicke von 5,3 mm nicht für Portemonnaies eignet. Auf der IFA hat das US-Unternehmen nun Tile Slim vorgestellt. Mit 2,4 mm ist es in etwa so dick wie drei Plastikkarten und passt damit problemlos ins Kartenfach der Geldbörse.

Die technischen Daten ähneln größtenteils dem konventionellen Tile: Der Tracker kommuniziert per Bluetooth Low Energy mit iOS oder Android, der Schalldruckpegel liegt laut Hersteller bei 85dbA. Der 5,3 mm dicke, "normale" Tile mit Loch fürs Schlüsselbund wurde in Sachen Schalldruck überarbeitet und erreicht in "Generation 2"-Version 90 dbA. Beide Geräte sind wassergeschützt (IP5). Und: Beide haben einen Knopf, der nach Doppel-Druck das gekoppelte Smartphone bimmeln lässt.

Die Tile-Anhänger kommunizieren permanent mit dem Smartphone. Reisst die Verbindung ab, kann man sich in der Tile-App auf einer Karte die Position anzeigen lassen, an der Handy und Tile das letzte Mal in Funkreichweite waren. Laut Hersteller liegt diese durchschnittlich bei 9 und maximal bei 30 Metern.

Was datensparsame Menschen nicht erfreuen dürfte: Die Position wird permament an die Tile-Server gesendet. Das nutzt das Unternehmen für eine weitere Funktion: Sobald ein Tile in der App als "verloren" markiert wurde, suchen die Smartphones aller Tile-Nutzer im Hintergrund danach. Wird der Anhänger gefunden, aktualisiert sich die Karte in der App des eingetragen Tile-Besitzers. Der Finder bekommt davon nichts mit.

In einem zweitägigen Test funktionierte das Ganze meist wie versprochen. Einmal hatten Smartphone und Tile allerdings die Verbindung verloren, ein manueller Start der App stellte die Kopplung wieder her.

Die Batterie in beiden Tile-Geschmacksrichtungen ist fest verbaut; laut Hersteller hält sie mindestens ein Jahr lang. Danach kann man den Anhänger entweder wegwerfen oder einschicken – dann bekommt man einen neuen mit rund 50% Rabatt.

Regulär kostet Tile in der Slim-Version 35 Euro und in der konventionellen Variante 30 Euro. (jkj)