NASA-Forscher simulieren Bedingungen auf Erdzwilling Proxima b

Könnte es Leben auf dem neu entdeckten erdartigen Planeten Proxima b geben? Diese Frage haben Forscher der NASA mit einem Modellierungswerkzeug untersucht – doch die Antwort ist uneindeutig.

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NASA-Forscher simulieren Bedingungen auf Erdzwilling Proxima b

Wie es auf Proxima b aussehen könnte.

(Bild: ESO/M. Kornmesser / Wikipedia / cc-by-4.0)

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Von
  • Sascha Mattke

Seit Ende August ist bekannt, dass die Erde in 4,24 Lichtjahren Entfernung eine Art Zwilling hat – den Exoplaneten Proxima b, der den roten Zwergstern Proxima Centauri umkreist. Seine Entfernung zu Proxima Centauri und dessen Leuchtkraft machen grundsätzlich denkbar, dass dort auch Leben möglich ist. Forscher der NASA haben diese Frage jetzt mit dem Modellierungswerkzeug VPlanet näher untersucht, wie Technology Review online in "Leben auf dem Erdzwilling Proxima b?" berichtet.

VPlanet nutzt Informationen ĂĽber die Planeten selbst, ihren Mutterstern und den Prozess der planetarischen Entwicklung, um Prognosen darĂĽber zu erstellen, ob der jeweilige Planet bewohnbar ist oder nicht. Dazu wird diese Frage in mehrere Teilaspekte zerlegt. Einer davon ist zum Beispiel die Entwicklung der Leuchtkraft des Muttersterns, die Einfluss auf das unmittelbare Umfeld des Planeten hat.

Die Ergebnisse sind allerdings weiterhin alles andere als eindeutig: Auf Proxima b könnte heute eine große Bandbreite an Bedingungen herrschen, von denen einige Leben ermöglichen und andere nicht. Wahrscheinlichkeiten für die einzelnen Alternativen nennen die Forscher jedoch nicht. Immerhin eine davon lautet, dass Proxima b tatsächlich erdähnlich ist und über flüssiges Wasser und eine Atmosphäre verfügt, die günstig für die Entstehung von Leben ist. In diesem Fall würde er laut den Forschern aussehen wie ein blass violetter Punkt, wenn wir ihn irgendwann direkt beobachten können.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)